Artikel vom 16.05.2007, Druckdatum 16.04.2021

Fotovoltaik: Kalifornischer Solarmodulhersteller produziert zukünftig in Sachsen

Mitten im High-Tech-Raum Sachsen plant der kalifornische Solarmodulhersteller Signet Solar, Inc. ein zentrales Forschungs- und Entwicklungszentrum sowie seine erste Produktionslinie. Mit neuester Dünnschicht-Technologie stelle sich das Unternehmen dem rasant wachsenden Markt für erneuerbare Energien, heißt es in einer Pressemitteilung. Ziel sei es, mit den Produkten möglichst schnell Kostengleichheit zu konventionell erzeugtem Strom (Grid Parity) zu erreichen.

In Döbeln nahe Dresden will das 2006 in den USA gegründete Unternehmen mit Hauptsitz in Palo Alto, Kalifornien, speziell preis- und leistungsoptimierte Fotovoltaik Module entwickeln und produzieren. Zum Einsatz kämen diese Module aufgrund ihres Megaformats vor allem in Solarfarmen und –kraftwerken sowie bei großen kommerziellen Installationen.

Die breit angelegte Produktion auf Basis der Dünnschicht-Technologie soll Mitte 2008 in Döbeln starten und in der ersten Ausbaustufe etwa 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen. In den Fertigungslinien werden die bisher weltweit größten Solarmodule mit Abmessungen von 2,2 m auf 2,6 m auf Glasträgern hergestellt, die als Gesamt- und Teilmodule montierbar sind, teilt Signet Solar mit.

Signet Solar plant die Fertigungslinien zusammen mit ihren eigenen patentierten Prozessen in Deutschland und später in weiteren Produktionsstandorten in Asien und den USA zu duplizieren. Die Produktionsstätte in Sachsen werde damit das zentrale Mutterwerk der Firma.

Mit niedrigsten Kosten bei der Modulherstellung, so eine zentrale Strategie des Unternehmens, sollen weltweit Märkte wesentlich erweitert und neue Märkte u.a. in Entwicklungsländern erschlossen werden. Dabei spiele die von Signet Solar eingesetzte Dünnschicht-Technologie eine wesentliche Rolle: Sie berge ein noch nicht ausgeschöpftes Potenzial in der Kostenreduktion sowie in der Technologieinnovation.

Für den Standort in Ostdeutschland habe sich das Unternehmen entschieden, weil es hier „die besten Voraussetzungen für dieses Großprojekt“ gefunden habe. Gunter Ziegenbalg, Geschäftsführer Signet Solar GmbH, ist sich sicher, dass „wir von dem bereits existierenden Umfeld hier in Sachsen, welches in den Bereichen Mikroelektronik und Informationstechnologie weltweit seinesgleichen sucht, enorm profitieren werden.“

Die entsprechende Basistechnologie für ihre Produktion bezieht die Signet Solar von der US-Firma Applied Materials, Inc., einem weltweit führenden Hersteller von Halbleiterausrüstungen, der die komplette integrierte Produktlösung mit Glassubstraten der Größe von über fünf Quadratmetern liefert. Die Tatsache, dass der Halbleiterausrüster ebenfalls eine Niederlassung in Dresden hat, trug zur Standortentscheidung bei Signet Solar bei, heißt es.

Quelle: Signet Solar, Inc.
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