Artikel vom 23.05.2007, Druckdatum 12.04.2021

Ökostrom baut Anteil an Stromerzeugung aus

Der staatlich geförderte Ökostrom hat 2006 nach Angaben der Energiebranche seinen Anteil an der Stromerzeugung deutlich ausgebaut. Erneuerbare Energien aus Fotovoltaik Wind- und Wasserkraft sowie Biomasse hätten im Vergleich zu 2005 um mehr als 15 Prozent zugelegt, teilte der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) am Dienstag in Berlin mit. Ökostrom deckt damit zwölf Prozent der Stromerzeugung ab.

„Der gesamte Stromverbrauch in Deutschland stieg 2006 um 0,7 Prozent auf rund 540 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh)“, ermittelte der VDEW. Das Brutto-Inlandsprodukt sei gleichzeitig um 2,7 Prozent gestiegen. „Hier zeigt sich deutlich, dass die Wirtschaftsleistung mit immer effizienterem Energieeinsatz erreicht wird“, betonte Brinker. „Die Zuwachsraten von Stromverbrauch und Wirtschaftleistung liegen nicht mehr gleichauf, sondern sind seit Anfang der 90er Jahre entkoppelt.“

Größte Stromlieferanten sind derzeit allerdings immer noch die Atomkraft (27 Prozent), die Braunkohle (25 Prozent) und die Steinkohle (21 Prozent). Erdgas lieferte zwölf Prozent des Stroms. Der Beitrag der Erneuerbaren Energien wuchs auf ebenfalls zwölf Prozent Anteil. Die Mehrkosten für die Förderung des Ökostroms nach dem Enerneuerbare-Energien-Gesetz bezifferte der VDEW auf 3,2 Milliarden Euro. In diesem Jahr erwartet der VDEW einen Anstieg auf 6,3 Milliarden Euro.

Quelle: dpa, verivox, Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW)
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