Artikel vom 27.06.2007, Druckdatum 10.07.2020

Liefert Organische Fotovoltaik (OPV) bald Solarstrom?

Gemeinsam mit den Unternehmen BASF, Bosch, Merck und SCHOTT startete Bundesforschungsministerin Dr. Annette Schavan am 27.06.2007 in Frankfurt eine Technologieinitiative für Organische Fotovoltaik (OPV). Unter OPV versteht man Kunststoffe, die aus Licht Strom erzeugen können. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stellt für Verbundprojekte zwischen Wirtschaft und Wissenschaft 60 Millionen Euro bereit.

Dr. Martin Heming, Mitglied der Schott Konzernleitung und Geschäftsführer der Schott Solar GmbH, sagte zum Start der OPV-Initiative: „Die OPV hat noch einen enormen Entwicklungsbedarf. Wir bei Schott sehen die realistische Chance, dass sie in absehbarer Zeit neue Marktsegmente für die Fotovoltaik erschließen kann. Wenn wir es in unserem Entwicklungsverbund schaffen, OPV-Lösungen marktfähig zu machen, ist der Einstieg in die industrielle Fertigung von OPV-Komponenten eine interessante Zukunftsperspektive für Schott Solar.“

Bei Schott Solar steht heute die etablierte kristalline Silizium-Technologie (Wafer-Technologie) im Vordergrund. Das Schott-Tochterunternehmen mit Hauptsitz in Alzenau, Bayern, ist nach eigenen Angaben Europas größter integrierter Hersteller von Wafern, Zellen und Modulen. In Zukunft will Schott Solar daneben verstärkt auf die Dünnschicht-Technologie setzen und baut derzeit am Standort Jena eine industrielle Serienfertigung für Dünnschichtmodule mit 180 Arbeitsplätzen auf.

„Die Organische Fotovoltaik kann vielleicht eines Tages eine interessante Ergänzung für das heutige Technologieportfolio von Schott Solar werden“, fügt Heming hinzu. Für die Zukunftsfähigkeit müssten aber vor allem die Wirkungsgrade von OPV-Zellen erheblich verbessert, ihre Lebensdauer erhöht und die Herstellkosten deutlich reduziert werden.

Quelle: Schott AG
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