Artikel vom 29.06.2007, Druckdatum 29.10.2020

Energieeinsparung auch für Sportvereine ein drängendes Thema

Die Vereinsvorstände und Kassierer wissen es: Bei vielen Vereinsheimen und Sportanlagen besteht ein hoher Sanierungs- und Investitionsbedarf in den Bereichen Wasser, Energie und Wärmedämmung. Doch die Sportorganisationen oder Kommunen verfügen meist nicht über das entsprechende Wissen speziell für den nachhaltigen Sportstättenbau. Deshalb hat der Landessportbund Hessen (LSBH) zusammen mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) das Projekt „Nachhaltiger Sportstättenbau“ initiiert.

Viele Sportlerinnen und Sportler haben neben dem Spaß an ihrer Sportart auch das Ziel, möglichst viel Energie zu verbrennen – im eigenen Körper. Die Sport- und Vereinsgebäude müssen dem allerdings nicht unbedingt nacheifern. „Hier ist die Devise eher Ressourcenschutz und damit einhergehend Kostenersparnis,“ so Horst Delp vom Landessportbund Hessen (LSBH).

Der Sportbund hat ein von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit gut 100.000 Euro gefördertes Projekt auf die Beine gestellt, mit dem dieser Anspruch in den einzelnen Vereinen umgesetzt werden soll. Den Abschluss des Projektes bildete die Tagung „Nachhaltiger Sportstättenbau“, die diese Woche im Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) der DBU stattfand.

Neben Aus- und Fortbildung setzt der LSBH auf ein Beratungsprogramm sowie Kooperationen mit der mittelständischen Wirtschaft. „Die Kooperation mit der Wirtschaft ist ein wichtiger Aspekt,“ betont Delp. Studien hätten ergeben, dass in Sportstätten rund 40 Prozent der Heizungsanlagen in den nächsten Jahren ausgetauscht werden müssten und 53 Prozent nicht bedarfsgerecht gesteuert werden könnten. Ähnliches gelte für Isolierung, Wasserversorgung und andere Bereiche. Damit ergebe sich ein Riesenpotenzial für die mittelständische Wirtschaft.

Hinzu kommt in Kürze eine Internetplattform. Dort würden Gedanken und Informationen ausgetauscht, vorbildliche Beispiele vorgestellt und Angebote der mittelständischen Wirtschaft zur Lösung der umweltrelevanten Bau- und Sanierungsprobleme dokumentiert. Bei ihrer Arbeit wird der LSBH vom Deutschen Turner Bund (DTB) und dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) unterstützt.

Auch in der DBU freut man sich über diesen ganzheitlichen Ansatz. „Wir hoffen, dass dank der neu ausgebildeten Umwelt- und Klimaschutzberater/innen im Sport bald noch weniger Energie und Rohstoffe verbraucht werden,“ so DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde. 

Ansprechpartner für Fragen zum Projekt (20406):
Horst Delp, Landessportbund Hessen, Geschäftsbereich Sportinfrastruktur, Otto-Fleck-Schneise 12, 60528 Frankfurt, Telefon: 069/ 6789-101

Quelle: Deutsche Bundesstiftung Umwelt
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