Artikel vom 10.07.2007, Druckdatum 20.10.2020

Landesweit größte Fotovoltaik-Anlage auf einer Sondermülldeponie

Auf der ehemaligen Sondermülldeponie Malsch bei Heidelberg wurde am 9. Juli 2007 die größte Fotovoltaik Anlage Baden-Württembergs offiziell in Betrieb genommen. „Mit dem Bau der Solaranlage ist eine beispielhaft sinnvolle Nachnutzung des Mülldeponiegeländes erfolgt. Die Errichtung der Anlage ist ein zukunftsweisendes Vorzeigeprojekt mit einer überregionalen Ausstrahlung“, so Umweltministerin Tanja Gönner. Die Fotovoltaik Anlage produziert auf insgesamt 6.600 Quadratmeter Kollektorfläche mit jährlich 600.000 Kilowattstunden eine Strommenge für 200 Haushalte.

Die Installation von über 9.000 Einzelmodulen ist abgeschlossen. Auf eine Laufzeit von 20 Jahren gerechnet produziert die Anlage rund 12.000 Megawattstunden, bezogen auf CO2-Äquivalente sind dann 7.600 Tonnen CO2 Emissionen vermieden worden. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 2,7 Millionen Euro.

Die Stromgewinnung aus Sonnenenergie trage zum Klimaschutz bei und verringere die Abhängigkeit von Energieimporten, so Gönner weiter. Weiterer positiver Aspekt sei, dass für die Solaranlage keine natürliche Fläche in Anspruch genommen werden müsse. „Das Mülldeponiegelände ist ohnehin versiegelt und eignet sich deshalb besonders für eine Fotovoltaikanlage.“ 

Mit einem derartigen Großprojekt könne sich die Sonderabfall-Deponiegesellschaft des Landes bei der Nutzung erneuerbarer Energien profilieren, zeigte sich Gönner überzeugt. Das Land könne außerdem seine bundesweite Spitzenstellung bei der Nutzung der Sonnenenergie weiter ausbauen. „Wir stellen eine weiterhin dynamische Entwicklung fest.“

Auch im privaten Sektor werde in der Sonnenenergie zunehmend eine alternative Möglichkeit der Energieversorgung erkannt, so Gönner. Baden-Württemberg liegt im bundesweiten Vergleich bei der Nutzung der Sonnenergie nach Bayern auf Rang zwei. Der Anteil des im Land aus Sonnenenergie gewonnenen Stroms hat sich im Jahr 2005 gegenüber dem Vorjahr auf 0,4 Prozent verdoppelt. 

Quelle: Umweltministerium Baden-Württemberg


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