Artikel vom 30.07.2007, Druckdatum 03.03.2024

Sonnenstunden 2007: Lohnende Monate für Fotovoltaik-Anlagen

Selbst wenn man derzeit das Gefühl bekommen kann, dass sich der Sonnenschein fast ausschließlich auf die Mittelmeerregionen erstreckt, war das erste Halbjahr 2007 durchweg rentabel für Betreiber/innen von Solaranlagen. Vor allem die Monate März, April und Mai konnten dabei mit teilweise historischen Höchstwerten punkten. Nach einem noch ertragsarmen Januar mit gebietsweise weniger als zehn Sonnenstunden folgten überdurchschnittlich sonnige und damit lohnende Monate für Besitzer/innen von Fotovoltaik Anlagen, meldet jetzt der Europressedienst (EuPD).

Rechnet man alle Sonnenstunden zusammen, die in den ersten sechs Monaten in Deutschland durchschnittlich angefallen sind, kommt man für das Jahr 2007 bundesweit auf satte 1.000 Stunden. Im Vergleich zum Vorjahr, wo im gleichen Zeitraum lediglich 950 Sonnenstunden gemessen wurden, hat sich die Sonnen-Ausbeute für Solaranlagen in diesem Jahr noch einmal gesteigert. 

Im Mittel errechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) allein für die Monate März, April und Mai deutschlandweit einen Spitzenwert von rund 665 Sonnenstunden. Der höchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1961. Damit ist das Frühjahr 2007 neuer Spitzenreiter bezogen auf die reine Sonnenscheindauer, so der DWD. Im Vergleich zu den sonst üblichen 459 Stunden die dem Institut als Referenzwert dienen, wird deutlich, dass die Strahlungszeiten beinahe 50 Prozent über dem Bundesdurchschnitt lagen.

Für den Juli 2007 errechnte der Wetterdienst bislang „Sonnenschein nach Plan“. Mit bundesweit 198 Sonnenstuden liegt der Monat genau im Soll. Dabei wirken sich neben den saisonalen Unterscheiden auch regionalen Unterschiede auf die Sonnestunden aus. Während die jährliche Strahlungsenergie im Norden und Westen der Republik im Mittel zwischen 1.000 und 1.100 kWh pro Quadratmeter liegt, ist der Osten mit bis zu 1.150 kWh und der Süden mit teilweise mehr als 1.200 kWh pro Quadratmeter für Betreiber/innen von Solaranlagen deutlich wirtschaftlicher. 

Im Januar 2007 lagen die Werte der Sonnenstunden, verglichen mit den Werten der Referenzperiode 1961 bis 1990, noch deutlich unter dem Mittel. Der Deutsche Wetterdienst meldet, dass die Sonnenscheindauer im gesamten Monat teilweise noch weit unterhalb von 30 Stunden lag. Der Harz mit knapp 14 Stunden und der Thüringer Wald mit unter zehn Stunden bildeten dabei die Schlusslichter. Verglichen mit dem Vorjahr zeigt sich, dass genau hier im Januar 2006 noch Spitzenwerte erziehlt wurden. Mit 140 Sonnenstunden gehörten die Hochlagen im Gebirge – darunter der Harz, der Bayrischer Wald und der Schwarzwald – im vergangenen Jahr zu den sonnenreichsten Regionen.

In Ostdeutschland, etwa nördlich von Berlin, war der Januar 2006 sogar der sonnigste seit Beginn der Messungen. Neuruppin verzeichnete damals fast die dreifache Sonnenscheindauer. Überdurchschnittlich sonnig war auch der Februar in den letzten zwei Jahren. Gerade im Süden und Südosten notierten die Wetterstationen für 2006 und 2007 relativ viel Sonnenschein, während der Rest der Republik meist hinter den Referenzwerten zurückblieb.

Mit Monatssummen von mehr als 100 Stunden war der Februar 2007 in Freiburg, Konstanz und München besonders lohnend für Besitzer/innen von Solaranlagen. Sonnen-Defizite verzeichete dagegen der Norden, wo teilweise nicht mal die Hälfte der sonst üblichen Sonnenstunden notiert wurden. 

Der März dagegen startete beinahe hochsommerlich. Blieben die Sonnenstunden vor einem Jahr mit örtlich nur 80 Stunden deutlich unter den Referenzwerten, verwöhnte die Sonne in diesem März beinahe die gesamte Republik. Vor allem Solaranlagen in Schleswig-Holstein dürften aufgrund der guten Strahlungszeiten hohe Erträge geliefert haben. 

Wer in diesem Jahr eine Solaranlage in Karlsruhe betrieben hat, dürfte sich vor allem über die April-Erträge gefreut haben. Mit mehr als 350 Sonnenstunden überschritt die Region die sonst übliche Sonnenscheindauer um Längen. Der April 2007 war – nach einem überdurchschnittlichen März – der zweite Monat der Superlative. An mehreren Stationen verzeichnete der Deutsche Wetterdienst Höchstwerte für den Monat. Ein Jahr zuvor lagen die Werte dagegen noch fast überall unter den Referenzwerten. 

Und auch der Mai 2006 war mit örtlich nur 200 Sonnenstunden sehr viel schattiger als üblich. In diesem Jahr dagegen durften sich Anlagenbesitzer/innen in Cottbus dagegen über fast 280 Sonnenstunden freuen, noch vor München mit über 260 Stunden. Im Juni 2007 dominierten dann vielerorts Regenwolken. Teilweise lagen die Sonnenstunden im letzten Monat noch unter 80 Prozent des Normalwertes. Besonders selten schien die Sonne in Trier, Bremen und Hamburg.

Quelle: EuPD Europressedienst

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