Artikel vom 13.09.2007, Druckdatum 26.01.2021

130 Arbeitsplätze und die weltgrößten Solarzellen ab 2008

Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie wurde am 12. September der Grundstein für das europäische Stammwerk des kalifornischen Technologieunternehmens Signet Solar in Mochau bei Döbeln gelegt. Schon Ende des Jahres soll die Fertigungslinie vom Equipment-Lieferanten Applied Materials angeliefert und noch im ersten Quartal 2008 montiert werden. Ab Sommer 2008 wird Signet Solar in Sachsen die weltweit größten Fotovoltaik Module mit 2,20 m x 2,60 m produzieren und die Weiterentwicklung der Dünnschicht-Technologie auf Siliziumbasis vorantreiben. Allein in der ersten Ausbaustufe sollen 130 neue Arbeitsplätze entstehen.

Dr. Rajeeva Lahri, CEO und einer der drei Gründer von Signet Solar (Palo Alto/Kalifornien): „Wir bauen diese Produktionsstätte in Sachsen zum zentralen Mutterwerk des Konzerns aus, um hier die Technologien zu entwickeln und zu fertigen, welche uns neue Märkte, vor allem in Entwicklungsländern, erschließen werden.“

Bereits am 15. Juni hatten Investoren und Manager von Signet Solar gemeinsam mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft den ersten Spatenstich in Mochau gefeiert. „Mit dem offiziellen Beginn des ersten Bauabschnitts“, so Gunter Ziegenbalg, Geschäftsführer der Signet Solar GmbH, „liegen wir genau im Zeitplan und beginnen bereits mit der Ausbildung der ersten 30 Fachkräfte für Solartechnologie, so genannten Operatoren.“

Die ersten Module „made in Mochau“ laufen im Juli 2008 vom Band. „In den vergangen Monaten“, so verriet Gunter Ziegenbalg, „haben wir intensive Gespräche mit Zulieferern und Geschäftspartnern geführt. Wir haben unter anderem mit dem amerikanischen Gaslieferanten Air Products einen starken Partner für unseren Produktionsgasbedarf in den nächsten 10 Jahren unter Vertrag nehmen können. Für die Gesamtproduktion entsprechend unseres Geschäftsplanes bis 2013 sind wir mit Kunden in Verhandlung und werden die Lieferverträge in den nächsten Wochen abschließen.“

Auch Corning Painter, Vice President Electronics der Firma Air Products, sieht der Zusammenarbeit positiv entgegen: „Wir freuen uns, als Gaslieferant für Signet Solar ausgewählt worden zu sein und sind überzeugt, dass unser Fachwissen in der gebrauchsfertigen Gasversorgung ein unschätzbarer Faktor für eine sichere und effektive Inbetriebnahme der neuen Signet Solar Fabrik in Dresden sein wird. Wir kennen uns mit der aktuellen Nachfragesituation der Hersteller dünnschichtiger Fotovoltaik Module bestens aus."

Mit 2,20 m x 2,60 m entstehen im europäischen Stammwerk von Signet Solar die weltgrößten Solarzellen die vor allem in Solarkraftwerken, gebäudeintegrierten Installationen und freistehenden Solaranlagen in noch nicht elektrifizierten Gebieten Verwendung finden. Um diese qualitativ hochwertigen High-Tech-Module kostengünstig produzieren zu können, bietet sich für das amerikanische Unternehmen der Standort im „Silicon Saxony“ an: „Die herausragende Kompetenz im Solarsektor und die hervorragenden Förderung dieser zukunftsweisenden Technologie machen Sachsen zu einem idealen Standort“, so Rajeeva Lahri zur Grundsteinlegung.

Aber auch die Region profitiert von dem Engagement des Start-Up-Unternehmens, das im vergangenen Jahr in den USA gegründet wurde: Allein in der ersten Ausbaustufe investiert Signet Solar 50 Millionen Euro, welche für 130 neue Arbeitsplätze sorgen. Eingestellt wird dabei nicht nur für die Produktion, sondern auch für Forschung und Entwicklung, sodass insgesamt zahlreiche hochqualifizierte Arbeitsplätze im gesamten Spektrum der Solartechnologie entstehen. Schon während der ersten Ausbaustufe 2008 wird Signet Solar in Mochau mit einer Jahreskapazität von 20 bis 25 MW fertigen. Die Planungen für einen weiteren Ausbau bis auf eine Fertigungskapazität von 120 MW und 500 Arbeitsplätze in Stufe zwei und drei laufen bereits auf Hochtouren.

Quelle: Signet Solar, ppenergie




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