Artikel vom 05.10.2007, Druckdatum 09.12.2019

Auf deutschen Dächern geht es sportlich zu

Solarsport erobert das Land! Immer mehr Kommunen beteiligen sich an der von der Deutschen Umwelthilfe e.V. und dem Informationsdienst Solarthemen organisierten Solarbundesliga. In der aktuellen 8. Saison spielen bereits mehr als 1.100 Städte und Gemeinden mit. An die Spitze kommt, wer möglichst viel Fotovoltaik Leistung und Solarthermie Fläche installiert. Meldeschluss für die Saison 2007/2008 ist der 1. Juni 2008.

Solarsport ist dank der Solarbundesliga zum Breitensport geworden. Bereits mehr al 1.100 Kommunen spielen bei der Solarbundesliga mit, das sind fast 27 Millionen Menschen und insgesamt rund 500.000 Kilowatt Solarstrom sowie 850.000 Quadratmeter Solarwärme. Ausschlaggebende Faktoren bei der Solarbundesliga sind die installierte Leistung in Watt pro Einwohner/in im Bereich Fotovoltaik sowie die Fläche thermischer Solarkollektorsysteme pro Einwohner/in. 

„An der Solarbundesliga können alle Städte und Gemeinden bundesweit teilnehmen“, so Rainer Baake, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe. „Sie können jederzeit einsteigen. Melden kann jeder, der die Daten seiner Kommune glaubhaft machen kann.“

Die Bewertung erfolgt folgendermaßen: Für drei Watt installierte Solarstromleistung pro Einwohner/in gibt es einen Punkt. Bei der Solarwärme gibt es für eine Kollektorfläche von 10 cm x 10 cm (Bierdeckelgröße) je Einwohner/in ebenfalls einen Punkt. „Zusätzlich können sich Kommunen Bonuspunkte verdienen, indem sie sich für eine gleichmäßig starke Entwicklung von Solarwärme und Fotovoltaik engagieren“, erläutert Andreas Witt, Herausgeber der Solarthemen.

Alle Ergebnisse in der Solarbundesliga, einschließlich der Landes- und Kreiswertungen, sind im Internet zu finden unter www.solarbundesliga.de. Die Daten werden dort im zweiwöchentlichen Turnus aktualisiert. Veranstalter des sportlichen Wettstreits auf deutschen Dächern sind die Fachzeitschrift Solarthemen und die Deutsche Umwelthilfe e.V.; der Wettbewerb wird vom Bundesumweltministerium gefördert und von Fans aus der Solarwirtschaft finanziell unterstützt.

Ach ja: Amtierender Deutscher Meister in der Solarbundesliga-Saison 2006/2007 ist (nicht zum ersten Mal) die kleine Kommune Rettenbach am Auerberg (729 Punkte). Aufgeteilt nach Einwohnerzahl rangiert auf den ersten Plätzen bei den Großstädten über 100.000 Einwohner derzeit Ulm (44 Punkte) vor Freiburg (41 Punkte), bei den Mittelstädten (10.000 bis 99.999 Einwohner) entschied Neckarsulm mit 118 Punkten das Rennen für sich.

Bei den Kleinstädten (1.000 bis 9.999 Einwohner) liegen drei bayerische Orte ganz vorn: Kastl gewinnt mit 561 Punkten, Engelsberg (474 Punkte) und Feichten an der Alz (445 Punkte) belegen die Ränge 2 und 3. Deutscher Meister in der Einzeldisziplin „Solarwärme“ darf sich wieder der bayerische Ort Schalkham (1,35 Quadratmetern Solarkollektoren pro Kopf) nennen. Siegerkommune beim Solarstrom ist Heckhuscheid (Rheinland-Pfalz). Mit seinen 162 Einwohner/innen kommt es pro Kopf auf eine Solarstrom-Leistung von 1.185 Watt Das ist doch mal ein Vorbild!

Quelle: Solarbundesliga
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