Artikel vom 24.10.2007, Druckdatum 24.01.2021

Q-Cells richtet Stiftungsprofessur für Fotovoltaik ein

Der börsennotierte Solarzellenhersteller Q-Cells AG aus Thalheim (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) richtet an der Martin-Luther-Universität Halle eine Stiftungsprofessur ein. Ziel der Professur am Institut für Physik sei es, die Fotovoltaik in der Wissenschaft als eigenständiges Forschungs- und Lehrgebiet zu etablieren. Gleichzeitig wollen beide Partner so den Standort Sachsen-Anhalt als eines der weltweit wichtigsten Solar-Zentren stärken, so die Q-Cells AG in einer Pressemitteilung.

Über fünf Jahre will die Q-Cells AG, die auch Hauptsponsor des derzeit um die Welt reisenden Solartaxis ist, die Stiftungsprofessur an der Martin-Luther-Universität Halle (MLU) mit insgesamt 750.000 Euro finanzieren. Die Professur ist angesiedelt am Institut für Physik. „Für ein forschungsintensives Technologieunternehmen wie die Q-Cells ist qualifizierter wissenschaftlicher Nachwuchs einer der entscheidenden Wettbewerbsfaktoren“, so Dr. Hartmut Schüning, CFO und Personalvorstand der Q-Cells AG.

Prof. Dr. Wulf Diepenbrock, Rektor der Martin-Luther-Universität: „Die MLU öffnet sich in ihrem Lehr- und Forschungsprofil den regionalen Wachstumsindustrien auf dem Gebiet der Fotovoltaik Die benachbarten Unternehmen erkennen zunehmend, dass die breit aufgestellte Nachbaruniversität für Forschungsinnovation und solide ausgebildete Spitzenkräfte in enger Kooperation mit den Unternehmen steht.“

„Die Fotovoltaik wird zu einem der Schwerpunktthemen unserer Fakultät“, sagte Dekan Prof. Dr. Heinrich Graener. „Nimmt man noch das geplante Forschungszentrum für Silicium Fotovoltaik der Fraunhofer Gesellschaft in Halle hinzu, werden wir in kurzer Zeit die gesamte Kette von Lehre über Forschung und Entwicklung bis hin zur Produktion in der Region abgestimmt realisieren können.“

Der nach eigenen Angaben größte Solarzellenhersteller Europas beschäftigt in Thalheim derzeit rund 1.000 Menschen. 2006 betrug der Umsatz der Q-Cells AG 539,5 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei 129,1 Millionen Euro, der Jahresüberschuss bei 87,7 Millionen Euro. Für das laufende Jahr erwartet Q-Cells mindestens 800 Millionen Euro Umsatz, ein EBIT von 170 Millionen Euro und einen Überschuss von 130 Millionen Euro. 

Quelle: Q-Cells AG
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