Artikel vom 24.10.2007, Druckdatum 31.10.2020

Baden-Württemberg: Knapp 19 Prozent mehr Strom aus erneuerbaren Energien

Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung in Baden-Württemberg lag im vergangenen Jahr bei 12 Prozent. Wie das Statistische Landesamt am Dienstag in Stuttgart mitteilte, ist damit die Strommenge aus erneuerbaren Energien im Vergleich zum Jahr 2005 um 19 Prozent auf rund 8.627 Millionen Kilowattstunden gestiegen.

Insgesamt wurden im Südwesten im vergangenen Jahr mehr als 73.410 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt. Dabei stammten gut 50 Prozent aus Kernenergie, weitere 28 Prozent wurden aus Steinkohle und fünf Prozent aus Erdgas gewonnen. Die restlichen fünf Prozent verteilten sich nach Angaben der Statistiker auf verschiedene Energieträger wie zum Beispiel Heizöl oder Flüssiggas.

Der Großteil des im Südwesten aus erneuerbaren Energieträgern erzeugten Stroms stammt mit bis zu 60 Prozent aus Wasserkraftwerken. An zweiter Position habe die Stromerzeugung aus Biomasse gestanden, die inzwischen rund 18 Prozent ausmache. Die Stromerzeugung aus Fotovoltaik Windenergie und Biogas habe mit einem Anteil von jeweils fünf Prozent eine deutlich geringere Rolle gespielt, teilte das Landesamt mit.

Die Atomenergie verliert nach Angaben der Statistiker im Energiemix Baden-Württembergs weiter an Gewicht. Geringer als im Jahr 2006 sei der Anteil an der Bruttostromerzeugung zuletzt im Jahr 1988 mit 46 Prozent gewesen. 1994 lag der Anteil des Atomstroms an der Bruttostromerzeugung im Land mit 61 Prozent am höchsten. 

Quelle: dpa, Landesportal Baden-Württemberg
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