Artikel vom 10.12.2007, Druckdatum 04.03.2021

Eine Million Anträge im Marktanreizprogramm

Das Marktanreizprogramm zu Förderung von erneuerbaren Energien wirkt: Seit dem Jahr 2000 sind beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mehr als eine Million Förderanträge eingegangen. Den Förderbescheid für den einmillionsten Antragsteller übergab Bundesumweltminister Gabriel am Freitag persönlich an eine Familie im niedersächsischen Wahle. Mit ihrer Solarthermie Anlage können sie im Altbau bis zu einem Viertel und im Neubau bis zu 40 Prozent der Endenergie decken.

„Jeder kann etwas für den Klimaschutz tun und zugleich Energie - und damit bares Geld - sparen. Wer das Klima und den eigenen Geldbeutel schont, wird dabei durch das Marktanreizprogramm massiv unterstützt“, sagte Sigmar Gabriel. Die Solarthermie Anlage der Familie in Wahle kann mit 12,5 Quadratmeter Größe im Altbau bis zu einem Viertel der Endenergie und im Neubau bis zu 40 Prozent der Endenergie decken. Die Anlage wurde mit rund 1.350 Euro bezuschusst. 

Das Marktanreizprogramm ist das wichtigste Förderinstrument zur Förderung von erneuerbaren Energien im Wärmebereich. Im Auftrag des Bundesumweltministeriums gewährt das BAFA Zuschüsse für Solarkollektoren und Biomassekessel. Jährlich gehen beim BAFA im Durchschnitt etwa 160.000 Anträge ein. Im Regierungsentwurf des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes wurde das Marktanreizprogramm jetzt gesetzlich verankert. Das Programm wird im nächsten Jahr von 213 Millionen Euro auf bis zu 350 Millionen Euro aufgestockt. Ab Januar 2008 tritt die neue Förderrichtlinie in Kraft. Die Förderung wird auf neue Bereiche deutlich erweitert. 

Mit Mitteln von 827 Millionen Euro wurden seit dem Programmstart im Jahr 2000 rund 625.000 Vorhaben gefördert. Damit wurden Investitionen von über 6,5 Milliarden Euro ausgelöst. Allein im Jahr 2006 wurden 140.000 Vorhaben mit einem Investitionsvolumen von 1,5 Milliarden Euro gefördert.
Nähere Informationen zu den Fördermöglichkeiten unter www.bafa.de.

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)
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