Artikel vom 07.02.2008, Druckdatum 06.03.2021

ersol Thin Film und SCHOTT Solar: Kooperation bei mikromorpher Dünnschicht-Technologie

In der Entwicklung der mikromorphen Technologie für Dünnschicht Solarzellen wollen die SCHOTT Solar GmbH (Alzenau) und die ersol Thin Film GmbH, eine Tochtergesellschaft der ersol Solar Energy AG (ersol), zukünftig stärker kooperieren. Beide Unternehmen wollen dadurch eine schnellere Marktreife und damit eine führende Marktpositionierung in der mikrokristallinen Fotovoltaik erreichen. Mikromorphe Dünnschicht-Module nutzen durch einen doppelten Aufbau aus einer amorphen und einer mikrokristallinen Silizium-Schicht das Sonnenlicht besser aus, da die beiden Silizium-Ebenen das gesamte Lichtspektrum in Strom umwandeln.

Die Kooperationsvereinbarung sieht nach Angaben der ersol Solar Energy AG (ersol) vor, dass auch Mitarbeiter der Entwicklungsabteilungen zwischen den Standorten ausgetauscht werden. Durch die Zusammenlegung der Entwicklungsaktivitäten in einem standortübergreifenden Projekt entstehen wesentliche Vorteile wie z.B. eine kürzere Time-to-Market für Neuprodukte bei optimiertem Einsatz der Entwicklungsressourcen, so die Kooperationspartner in einer Pressemitteilung. 

„Beide, SCHOTT Solar und ersol Thin Film, profitieren von dieser Forschungsallianz. Wir rechnen mit einer führenden Marktposition bei mikromorphen Dünnschicht-Modulen aufbauend auf unserer bewährten amorphen Silizium-Technologie“, unterstreicht Dr. Martin Heming, Geschäftsführer der SCHOTT Solar GmbH die Bedeutung dieser geschlossenen Technologiekooperation.

Sowohl ersol Thin Film als auch SCHOTT Solar haben bereits mit der Markteinführung der amorphen Dünnschicht-Technologie im Gen 5 Format von 1,4 Quadratmeter begonnen. Bei SCHOTT Solar werden SCHOTT ASI® Dünnschicht-Module schon seit vielen Jahren erfolgreich vermarktet. ersol Thin Film vertreibt seine amorphen Module unter dem Markennamen Nova®-T-Serie. Parallel dazu wird nun die Entwicklung der mikromorphen Technologie als „nächste Generation der Silizium basierten Dünnschicht-Technologie“ vorangetrieben.

Die bereits für die amorphe Produktion vorhandenen Depositionsanlagen erlauben die Umstellung auf die Herstellung mikrokristalliner Zellen, so die beiden Kooperationspartner. Die geleisteten umfassenden Vorarbeiten ermöglichten der Entwicklungsallianz, bei Erfolg des Projekts zu den ersten Unternehmen zu gehören, die diese neue Technik in Europa als Produkt anbieten können.

Das mikromorphe Dünnschicht-Modul hat im Gegensatz zur einfachen amorphen Version einen doppelten Aufbau aus einer amorphen und einer mikrokristallinen Siliziumschicht. Die Anordnung nutzt das Sonnenlicht besser aus, weil die beiden Siliziumebenen das gesamte Lichtspektrum in Strom umwandeln. „Wir gehen davon aus, dass diese sogenannte mikromorphe Tandemzelle eine bis zu 50-prozentige Steigerung des Wirkungsgrades und damit auch der Modulleistung im Vergleich zur amorphen Technologie erreichen kann“, erklärt Dr. Christian Koitzsch, technischer Geschäftsführer der ersol Thin Film GmbH abschließend. 

Quelle: ersol Solar Energy AG (ersol)
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