Artikel vom 19.02.2008, Druckdatum 16.12.2019

Investition in eine der größten Solarthermie-Anlagen Deutschlands

Der Hersteller von Schließ- und Beschlagsystemen Steinbach & Vollmann (Heiligenhaus, NRW) hat im Jahr seines 125-jährigen Bestehens die Zukunft fest im Blick. Anfang 2008 ist eine Solarthermie Anlage für die Galvanik in Betrieb gegangen, die in ihrer Größe Aufsehen erregen wird. Mit 400 Quadratmetern Kollektor-Fläche und 210 kW Leistung senkt die Firma damit ihren Gasverbrauch zukünftig um etwa 35 bis 40 Prozent.

Es handelt sich um eine Prozesswärmeanlage des Herstellers SOTEC-Solar, mit der die Galvanikbäder in der Produktion aufgeheizt werden. Zusätzlich sorgt die Solartechnik für Wärme in den Waschräumen der Belegschaft. „Eine auf Solarenergie basierte Prozesswärme Anlage dieser Größenordnung ist im Bereich der Galvanik ein Novum“, sagt Prof. Dr. Norbert Hüttenhölscher, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW.

„Mit 400 Quadratmetern Kollektorenfläche zählt die Anlage generell zu einer der größten ihrer Art in Deutschland“, so Hüttenhölscher weiter. 210 kW Leistung erbringt die neue Technik - und das nicht nur bei Sonnenschein, sondern auch bei hellem bewölkten Himmel. Mit der Neuerung erzielt die Firma eine Reduzierung des Gasverbrauchs um etwa 35 bis 40 Prozent. Erwartet wird somit eine CO2-Verminderung von mehr als 20 Tonnen im Jahr - eine erhebliche Entlastung für die Umwelt.

Die EnergieAgentur.NRW hat Steinbach & Vollmann (STUV) sowohl in technischer Hinsicht als auch bei der Beantragung von Fördergeldern beraten. „Das Engagement von Steinbach & Vollmann für den Klimaschutz und gegen die hohen Energiekosten ist innovativ, der konsequente Invest in den Umweltschutz lobenswert“, so Hüttenhölscher. „Die Firma in Heiligenhaus geht mit gutem Beispiel voran und motiviert damit auch andere Unternehmen zu fortschrittlichen Investitionen.“

STUV übernimmt diese Vorreiterrolle aus Überzeugung. „Mit der Nutzung von Solartechnik wollen wir ein Zeichen setzen, denn der Umweltschutz ist uns wichtig“, sagt Betriebsleiter Ulrich Brix. Zudem wird sich die Anlage durch dauerhaft eingesparte Energiekosten und unter Einrechnung der Förderung des Landes NRW voraussichtlich in sieben Jahren amortisiert haben. Ab dann wird der Betrieb zusätzlich zum Umwelt-Faktor auch von Kosteneinsparungen profitieren. 

Ein weiterer entscheidender Vorteil ist auch die Planungssicherheit, die mit dieser Investition erreicht wird. Denn mit der Nutzung von Solarenergie gewinnt das Unternehmen mehr Unabhängigkeit. „Damit haben wir den steigenden Energiepreisen etwas entgegenzusetzen“, benennt Brix einen wichtigen Aspekt für die Firma. Mit dem Start der Solarthermie Anlage hat Steinbach & Vollmann gleich zu Beginn seines Jubiläumsjahres einen weiteren großen Schritt in die Zukunft gemacht.

Quelle: EnergieAgentur.NRW
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