Artikel vom 17.03.2008, Druckdatum 10.12.2019

KACO eröffnet in Südkorea Forschungs- und Entwicklungszentrum

Die KACO GERÄTETECHNIK GmbH (Neckarsulm) hat in Südkorea ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum eröffnet. Geschäftsführer wird Paul Kim. Der renommierte Experte für Leistungselektronik arbeitet derzeit mit einem siebenköpfigen Team aus Software- und Hardwareentwicklern an dem neuen Zentralwechselrichter XP100, so das Unternehmen in einer Pressemeldung. Zur Intersolar im Juni soll XP100, der für den Einsatz in großen Fotovoltaik Anlagen dimensioniert sei, erstmals einem großen Publikum präsentiert werden.

Die neuen Kaco-Zentralwechselrichter XP100 werden nach Unternehmensangaben eine Leistung von 100 kW haben und weltweit einsetzbar sein. Über eine bereits in USV-Systemen bewährte Software lassen sich die Geräte auf die unterschiedlichsten Netzanforderungen konfigurieren. Ihre Topologie sorgt dafür, dass die Wechselrichter auch in instabilen Netzen sehr zuverlässig arbeiten, so Kaco. „Eine intuitiv einfache Menüführung und eine hohe Rentabilität der Geräte“, verspricht Paul Kim.

Das Forschungs- und Entwicklungszentrum von Kaco Korea befindet sich in Seongnam 20 Kilometer südöstlich von Seoul. Hier werden künftig alle Wechselrichter über 100 Kilowatt entwickelt, während in Kassel das Team um Michael Viotto alle Geräte in den Leistungsklassen darunter konzipiert. Der neue Wechselrichter wird in Deutschland und Südkorea produziert.

Der neue Zentralwechselrichter ist für den Einsatz in großen Fotovoltaik Anlagen dimensioniert. Die kumulierte Leistung aller weltweit installierten Anlagen mit einer Leistung über 200 kW stieg im vergangenen Jahr von 460 auf rund 880 Megawatt. Vor allem in Südeuropa ist weiter mit einem rasanten Wachstum zu rechnen. Auch Korea zählt zu den vielversprechenden Märkten.

Kaco Solar Korea ist neben Kassel bereits der zweite Entwicklungsstandort des Neckarsulmer Wechselrichterherstellers. Damit unterstreiche Kaco seinen Anspruch, auch künftig die technologisch innovativsten Geräte anzubieten, heißt es in der Pressemeldung weiter. „Mein Ziel ist, dass Kaco zu einem in der Leistungselektronik weltweit bekannten Unternehmen wird, in dem Menschen aus unterschiedlichen Kulturen Gewinn bringend zusammenarbeiten“, erklärt Paul Kim.

Paul Kim ist Doktor der Elektrotechnik. Die meiste Zeit seiner beruflichen Laufbahn arbeitete der 47-Jährige bei großen Unternehmen wie Hyosung oder Hyundai in der Forschung und Entwicklung. Sieben Jahre lang war er Entwicklungsleiter bei der Energy Technologies Incorporation. Zuletzt übte er eine Lehrtätigkeit für Hybridantriebssysteme an der Hanyang Universität in Seoul aus. Seine langjährigen Erfahrungen mit Systemen zur unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) prädestinieren Kim für die Entwicklungsarbeit bei Kaco . Die Topologie der in USV-Systemen verwendeten Wechselrichter ist nahezu identisch zu den Geräten in der Solarstromerzeugung. 

Mit ihren 30-Kilowatt-Geräten zähle die Kaco Gerätetechnik GmbH schon jetzt zu den wichtigsten Ausrüstern großer Solarkraftwerke, heißt es in der Pressemeldung weiter. Die heutige Kaco Gerätetechnik GmbH entstand Anfang 1999 als Ausgründung und zählt sich zu den Wegbereitern der trafolosen Wechselrichtertechnik. Bereits 1999 brachte Kaco das erste Seriengerät ohne Trafo auf den Markt. Heute zählt das Neckarsulmer Unternehmen eigenen Angaben zufolge weltweit zu den größten Herstellern von Wechselrichtern zur Netzeinspeisung. Im vergangenen Jahr hat Kaco Wechselrichter mit einer Leistung von insgesamt 300 MW abgesetzt, ein Großteil davon Zentralwechselrichter. 

Quelle: KACO GERÄTETECHNIK GmbH

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