Artikel vom 23.03.2006, Druckdatum 30.11.2022

SolarLokal - Gewinn vor Ort

Die Deutsche Umwelthilfe e.V. und die SolarWorld AG wollen den Anteil von umweltfreundlichem Solarstrom an der Energieerzeugung ausbauen. Zusammen mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund, dem Deutschen Landkreistag und dem Deutschen Städtetag gehen sie mit der Initiative „SolarLokal“ dazu neue Wege. Im Mittelpunkt der Kampagne steht der lokale Gewinn: Kommunen und ihre Einwohner sowie die regionale Wirtschaft profitieren ganz konkret von Fotovoltaik und Co.

Nicht nur die Umwelt, auch der örtliche Handwerker profitiert vom weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien. Darauf will die Kampagne „SolarLokal“ der Deutschen Umwelthilfe e.V. und SolarWorld AG aufmerksam machen. Alle Kreise, Städte und Gemeinden sind aufgerufen, sich aktiv an „SolarLokal“ zu beteiligen. Denn von der auf 20 Jahre zugesicherten Einspeisevergütung nach dem EEG profitieren die Kommunen ebenso, wie der örtliche Handwerksbetrieb, der die Fotovoltaikanlagen auf öffentlichen oder privaten Dächern installiert. 

„Mit der Kraft der Sonne die Umwelt entlasten, das Klima verbessern, Geld sparen und die heimische Wirtschaft fördern“ – auf diese Formel bringt es zum Beispiel die Stadt Münster. Sie ist die 100. Kommune, die sich bisher bei „SolarLokal“ beteiligt hat. Trotz enormer Zuwachsraten in der Solarbranche gäbe es noch viel Platz auf Münsters Dächern für „kühl rechnende Bürgerinnen und Bürger“, so Münsters Stadtbaurat Gerhard Joksch. Mit dem Klimaschutz würden auch neue Handlungsfelder für die lokale Wirtschaft geschaffen. „Das sichert Arbeitsplätze und schafft neue ", betont Joksch. 

Um die konkrete Umsetzung zu erleichtern, wurde die „SolarLokal-Dachbörse“ eingerichtet. Kommunen, Privatpersonen, Unternehmen, Vereine etc. können dort ein für die Solarstromnutzung geeignetes Dach anbieten oder suchen. Das kann das Rathaus- oder Schuldach ebenso sein wie das Dach eines Privathauses, dessen Besitzer die Investitionskosten für eine Fotovoltaikanlage nicht alleine tragen will. Ob klein oder groß: Wichtig ist, aktiv zu werden. Das Dachgesuch oder Dachangebot wird über die „SolarLokal-Dachbörse“ kostenlos und bundesweit veröffentlicht.

Wenn sich mehrere Bürgerinnen und Bürger – vielleicht ein Verein oder auch „nur“ aktive Privatpersonen – zu einer Fotovoltaikanlage auf einem fremden Dach entschließen, spricht man von einem Bürgersolardach. „Die Beteiligung an einer solchen Anlage ermöglicht jeder Bürgerin und jedem Bürger, sich für den Umwelt- und Klimaschutz zu engagieren und von den Förderungen und Vergütungssätzen für Solarstrom zu profitieren“, schreibt die Deutsche Umwelthilfe e. V. dazu auf ihrer Homepage.

Quelle: Deutsche Umwelthilfe e. V.
Weitere Infos unter www.solarlokal.de

Autorin: Petra Forberger für www.solarportal24.de

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