Artikel vom 12.05.2008, Druckdatum 11.07.2020

SolarWorld-Chef Frank Asbeck: Solarbranche braucht solides EEG

Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck, Vorstandssprecher der SolarWorld AG, ist mit dem Zukunfts- und Innovationspreis 2008 der CDU Nordrhein-Westfalen (NRW) ausgezeichnet worden. Dabei nahm der SolarWorld-Chef auch zur aktuellen EEG Diskussion Stellung: Das Ziel, sauberen und sicheren Strom aus Fotovoltaik billiger zu bekommen als konventionell erzeugten Haushaltsstrom, sei nur mit einer „verträglichen Reduzierung jährlicher Vergütungserlöse“ zu erreichen. Forderungen, die Vergütung auf einen Schlag um 30 Prozent zu senken, würden dem Standort Deutschland volkswirtschaftlich großen Schaden zufügen, so Asbeck.

Der SolarWorld-Chef machte auf dem Zukunftskongress der nordrhein-westfälischen CDU deutlich, dass politische Unterstützung für die Herausbildung technischer und wirtschaftlicher Innovationen zentrale Bedeutung hat. „Der Aufschwung der Fotovoltaik Industrie in Deutschland wäre ohne den parteiübergreifenden Konsens zu ihrer Förderung nicht möglich gewesen“, sagte Asbeck. 

Asbeck: „Dabei haben wir die Kosten Jahr für Jahr wie vom Erneuerbare-Energien-Gesetz gefordert reduziert und dies an die Kunden über gesunkene Anlagenpreise weitergeben. Doch noch müssen wir ein Stück Weges gehen, um die volle Wettbewerbsfähigkeit gegenüber konventionell erzeugtem Haushaltsstrom zu erreichen. Ziel ist es, dass sauberer und sicherer Solarstrom vom Dach billiger wird, als der Strom aus der Steckdose.“ 

Das gehe nur mit einer verträglichen Reduzierung jährlicher Vergütungserlöse von 7 bis 8 Prozent, wie von der Bundesregierung vorgeschlagen. Forderungen, die Vergütung auf einen Schlag um 30 Prozent zu senken, wie jetzt von einzelnen Abgeordneten der Unionsfraktion vorgebracht, würden hingegen den Zusammenbruch der Solarindustrie in Deutschland billigend in Kauf nehmen. Das wäre nicht nur für den Klimaschutz ein Schlag – auch volkswirtschaftlich würden den Standorten Deutschland und NRW großer Schaden zugefügt, so Asbeck. 

In Anwesenheit von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Jürgen Rüttgers würdigte die CDU-NRW Asbeck „für seine herausragenden Verdienste um den Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen“. Frank Asbeck hat die SolarWorld AG 1998 in Bonn gegründet und zu einem der weltweit größten Anbieter von Solarstromtechnologie gemacht. Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wuchs von ursprünglich zwölf auf aktuell mehr als 2.000. 

Quelle: SolarWorld AG
                                                                 News_V2