Artikel vom 16.07.2008, Druckdatum 01.12.2020

SolarWorld: Für boomenden US-Markt Modulproduktion auf 100 MW ausgebaut

Die SolarWorld AG stärkt eigenen Angaben zufolge konsequent das Geschäft mit Fotovoltaik Modulen und Komplettsystemen. Auf der Intersolar North America, die derzeit (15. bis 17. Juli 2008) in San Francisco stattfindet, kündigte das Unternehmen die Fertigstellung ihrer neuen vollautomatischen Produktionslinie für monokristalline Solarmodule in Camarillo mit einer Leistung von 100 MW an. Wenige Tage vor Messeauftakt ist der Solarrennwagen SolarWorld No.1 bei der North American Solar Challenge in Dallas an den Start gegangen.

„Mit dem Ausbau begegnen wir der boomenden Nachfrage für qualitativ hochwertige Solarsysteme in den USA“, erklärte Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck, Vorstandssprecher der SolarWorld AG, bei einem Besuch auf der Intersolar North America. „Insbesondere in Kalifornien wächst der Solarmarkt rasant. Solarstrom vom Dach wird in einigen Jahren günstiger sein als konventioneller Spitzenstrom.“ Die Intersolar North America ist Teil der führenden US-Halbleitermesse Semicon West und neben der „Solarpower“ die größte US-Solarmesse.

Wenige Tage vor dem Messeauftakt ist der Solarrennwagen SolarWorld No.1 beim größten nordamerikanischen Rennen des solaren Motorsports, der North American Solar Challenge, in Dallas an den Start gegangen. Das Team der Hochschule Bochum, das den Solarboliden in Zusammenarbeit mit Hauptsponsor SolarWorld AG entwickelt hat, ist seit Sonntag mit der Startnummer 1 auf der Strecke, die die Rennwagen 4.000 Kilometer über den nordamerikanischen Kontinent von Texas bis ins kanadische Calgary führt. Der Zieleinlauf ist für den 22. Juli 2008 zu erwarten.

Die Solarrennwagen der insgesamt 24 Fahrerteams – die sich überwiegend aus US-Universitäten rekrutieren – werden allein von der Kraft der Sonne angetrieben. „Nachdem das Team die Technik noch einmal optimiert hat, bin ich zuversichtlich, dass der SolarWorld No.1 den vierten Platz aus seinem letzten Rennen in Australien überbieten wird“, sagte SolarWorld-Chef Frank Asbeck.

Bei der World Solar Challenge, die im Herbst 2007 3.000 Kilometer über den australischen Kontinent führte, hatte SolarWorld No.1 den Preis für das beste Design gewonnen. Der aerodynamische Rennwagen wiegt 200 Kilogramm, wird von hocheffizienten Solarzellen mit einer Oberfläche von sechs Quadratmetern angetrieben und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 120 km/h. Das Sponsoring der SolarWorld AG für den solaren Motorsport stehe unter den Prämissen, der Öffentlichkeit die Potenziale moderner Solarstrom-Technologie aufzuzeigen und zugleich den Ingenieursnachwuchs zu fördern und für die Zukunftsaufgaben klimafreundlicher Energieerzeugung zu sensibilisieren, heißt es in einer Pressemitteilung abschließend.


Quelle: SolarWorld AG
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