Artikel vom 04.04.2006, Druckdatum 04.03.2021

Erneuerbare Energien: Zukunft der deutschen Energieversorgung

Gestärkt geht die Erneuerbare-Energien-Branche aus dem Energiegipfel bei Angela Merkel hervor. „Es ist klar geworden, dass Erneuerbare Energien die Zukunft der deutschen Energieversorgung sind. Die Investitionen in Erneuerbare Energien übersteigen die Zusagen der deutschen Stromwirtschaft um ein mehrfaches. Der Wegfall atomarer und fossiler Energien kann vollständig durch den Ausbau Erneuerbarer Energien ersetzt werden“, so Frank Asbeck, Chef des Solarunternehmens Solarworld und Teilnehmer des Energiegipfels.

Konkret kündigten die Unternehmen der Erneuerbaren Energien 70 Milliarden Euro Investitionen bis 2012 und insgesamt 200 Milliarden Euro bis 2020 an.

Der gestrige Energiegipfel selbst wird von den Vertretern der Erneuerbaren Energien positiv bewertet. Milan Nitzschke, Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE): „Mit dem Gipfel wurde der längst fällige Auftakt für ein nationales Energiekonzept gemacht.“ 

Kritik erntet allerdings die Schwerpunktsetzung. Nitzschke: „Die Bereiche Wärme- und Kraftstoffversorgung wurden zu sehr ausgeblendet. Dabei lässt sich durch Erneuerbare Energien gerade der Import von teurem Öl und Gas vermeiden.“ Hier müsse im Laufe der nächsten Wochen dringend nachgearbeitet werden. „Es heißt schließlich Energiegipfel und nicht Stromgipfel“, sagte Nitzschke. Zwei Drittel des deutschen Energiebedarfs entfallen auf Wärme und Kraftstoffe, nur ein Drittel auf die Elektrizitätserzeugung.

Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE), ppenergie



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