Artikel vom 08.09.2008, Druckdatum 20.10.2020

SolarWorld Einstein-Award für herausragende Leistungen in der Fotovoltaik

Mit der Verleihung des SolarWorld Einstein-Awards würdigt die SolarWorld AG auch 2008 wegweisende Leistungen rund um die Entwicklung der Solarstromtechnologie. Mit dem höchst dotierten Solarpreis der Fotovoltaik Branche zeichnet der solare Technologiekonzern Menschen aus, die sich in besonderer Weise um die Entwicklung der Fotovoltaik verdient gemacht haben. Die Preisverleihung fand am 1. September 2008 anlässlich der 23. Europäischen Fotovoltaik Konferenz in Valencia statt.

„Engagement, eigenes Denken und Innovationskraft sind entscheidende Eigenschaften, um die Fotovoltaik und damit klimafreundliche Stromerzeugung weltweit voranzubringen“, sagt Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck, Vorstandsvorsitzender der SolarWorld AG. „Mit dem SolarWorld Einstein-Award wollen wir darauf aufmerksam machen.“ Der SolarWorld Senior-Einstein-Award für herausragende Lebensleistungen wird bereits zum vierten Mal vergeben; der SolarWorld Junior-Einstein-Award für Nachwuchstalente zum dritten Mal.

Professor Antonio Luque Lopez vom Institut für Solarenergie der Universität Madrid ist der Gewinner des SolarWorld Senior-Einstein-Awards 2008. Der 67-jährige Spanier zählt zu den führenden internationalen Pionieren der Fotovoltaik und hat sich um neue Konzepte für Solarzellen verdient gemacht. So entwickelte Antonio Luque Lopez ab 1976 die zweiseitige Solarzelle, die beispielsweise vom Boden reflektiertes Licht in Strom umsetzen kann. 

Der Wissenschaftler, der derzeit unter anderem ein europaweites Forschungsprojekt für neue Solarzellenkonzepte koordiniert, ist mit zahlreichen Preisen wie dem Bequerel-Preis der Europäischen Union ausgezeichnet worden. Zudem ist er Mitglied der Academia de la Ingeniería de España und sitzt in wissenschaftlichen Beiräten von Forschungsinstituten, Zeitschriften und Organisationen. Als Leiter des Institutes für Solarenergie der Universität Madrid leistet Antonio Luque Lopez seit 1979 auch einen großen Beitrag zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Ein solcher Nachwuchswissenschaftler ist der Niederländer Bram Hoex, der den diesjährigen SolarWorld Junior-Einstein-Award erhält. In seiner Doktorarbeit beschäftigt sich der Physiker, der seine akademische Karriere an der Technischen Universität von Eindhoven begann, mit alternativen Beschichtungstechnologien für die Herstellung von Silizium basierten Solarzellen  

Durch die Verwendung von Aluminiumoxid anstelle von Siliziumnitrid zur Passivierung der Oberfläche gelang die Reduktion der elektrischen Verluste, was in Kooperationen mit Forschungsinstituten zu einer Steigerung der Gesamteffizienz der Solarzelle auf 23,2 Prozent führte. Zwar sind die positiven Eigenschaften von Aluminiumoxid schon lange bekannt, aber Bram Hoex gelang es erstmals solche Schichten herzustellen und die Idee in die industrielle Anwendung zu bringen. Es ist eine weiterer Schritt, um Solarstrom konkurrenzfähiger zu machen. Das fanden die Juroren im doppelten Sinne preiswürdig.

Quelle: SolarWorld AG
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