Artikel vom 20.11.2008, Druckdatum 19.09.2020

Neuartige Solarzellen aus Berlin-Adlershof

In Berlin-Adlershof ist die neue Fertigungsstätte für CIGS-Dünnschicht Solarzellen der Global Solar Energy, Inc., (Tucson) eingeweiht worden. „Deutschland ist Spitze in der Produktion und bei der Installation neuer Solaranlagen. Rund 3.800 MW Leistung wurden insgesamt in Deutschland in Betrieb genommen. Mehr als 75 Unternehmen produzieren Solaranlagen in Deutschland. Die Fotovoltaik ist eine hochinnovative und wachstumsstarke Branche“, so der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium Michael Müller anlässlich der Einweihung.

Global Solar Energy verwendet für die Herstellung seiner Dünnschicht Solarzellen das Material Kupfer-Indium-Gallium-Selenid (CIGS), ist also nicht auf den derzeit knappen Rohstoff Silizium angewiesen. Bei dieser Technologie wird die fotoaktive Schicht auf eine flexible Stahlfolie aufgebracht. Mit einem mittleren Wirkungsgrad von über 10 Prozent gehörten die von Global Solar Energy hergestellten Zellen zu den effizientesten Dünnschichtprodukten, die derzeit am Markt erhältlich sind, so das Unternehmen. Sie können sowohl für die Herstellung flexibler Produkte als auch konventioneller Solarmodule eingesetzt werden. 

Die neue Solarfabrik auf dem Gelände des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandorts Berlin-Adlershof verfügt über eine Produktionskapazität von 30 Megawatt. Das Investitionsvolumen beträgt rund 30 Millionen Euro. Dadurch entstehen etwa 100 neue Arbeitsplätze, heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilung. 

Der Inlandsumsatz mit erneuerbaren Energien hat sich nach Angaben des Bundesumweltministeriums im Jahr 2007 auf rund 25 Milliarden Euro gesteigert. Im Jahr 2007 stammten etwa 14,2 Prozent des deutschen Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien. Damit eilt die Branche allen Zielsetzungen und Prognosen voraus, heißt es aus dem Bundesumweltministerium. Insgesamt wurden 2007 rund 115 Millionen Tonnen CO2 eingespart. Ohne die Nutzung erneuerbarer Energien wären die gesamten energiebedingten CO2 Emissionen in Deutschland um 15 Prozent höher.
 
Insgesamt sind nach Angaben des Bundesumweltministeriums mittlerweile etwa 250.000 Menschen im Bereich der erneuerbaren Energien beschäftigt. Gegenüber dem Jahr 2004 seien damit rund 90.000 Arbeitsplätze neu geschaffen worden. 

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)
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