Artikel vom 31.03.2009, Druckdatum 10.12.2019

systaic AG: Konzernumsatz 2008 versechsfacht - Prognose 2009 bestätigt

Die systaic AG (Düsseldorf) hat das Geschäftsjahr 2008 mit Höchstwerten in Umsatz und Ergebnis abgeschlossen. Der Konzernumsatz wurde 2008 auf 199 Millionen Euro mehr als versechsfacht (Vorjahr: 31 Millionen Euro). Das operative Ergebnis (EBIT) erhöhte sich auf 10 Millionen Euro (Vorjahr: 6 Millionen Euro). Der Vorstand rechnet damit, trotz des schwierigen konjunkturellen Umfelds den bisher kommunizierten Umsatzanstieg für das Gesamtjahr 2009 um mindestens 30 Prozent auf über 260 Millionen Euro bei einer operativen Marge von rund 7 Prozent erfüllen zu können.

Alle Geschäftsbereiche hätten mit substantiellem Wachstum zur erfolgreichen Geschäftsentwicklung der Unternehmensgruppe beigetragen, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Nachdem im Vorjahr das systaic Energiedach als marktreif präsentiert worden sei, habe das Segment Energiedachsysteme im ersten vollen Geschäftsjahr 2008 bereits beachtliche 7 Millionen Euro Umsatz erzielen können. Aktuell soll die Vertriebsorganisation im Inland und in wesentlichen europäischen Märkten weiter ausgebaut und zusätzlich durch die bereits vermeldete, in der finalen Ausgestaltung befindliche Kooperation mit dem französischen Baukonzern Saint-Gobain gestärkt werden, so das Unternehmen.

Das Segment systaic Automotive, das seit 1. April 2007 mit Übernahme von 64 Prozent an der Webasto Solar GmbH zum systaic-Konzern gehört, konnte Unternehmensangaben zufolge den Umsatz von 6 Millionen Euro im Vorjahr auf 10 Millionen Euro 2008 ausbauen. Darüber hinaus erhielt der Bereich, der laut systaic AG aktuell einziger industrieller Lieferant von Solarsystemen für die Automobilindustrie ist, Aufträge von einer Vielzahl europäischer und amerikanischer Fahrzeughersteller zur Entwicklung von Mustersolaranlagen für neue Fahrzeugmodelle. Die politische Diskussion um die CO2-Reduzierung und der damit verbundene Trend zu Hybrid- und Elektroautos lasse für dieses Segment mittelfristig starkes Wachstum erwarten, so die systaic AG.

Im Unternehmensbereich systaic Planning & Engineering wurden Planungsleistungen in Höhe von 5 Millionen Euro (Vorjahr: 13 Millionen Euro) abgerechnet. Das Segment systaic Solarkraftwerke war Unternehmensangaben zufolge wesentlicher Treiber im Konzern und erzielte 2008 176 Millionen Euro (Vorjahr: 12 Millionen Euro) Umsatz. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit lag im Geschäftsjahr in Spanien. Ab 2009 sollen die beiden Segmente zusammengefasst und auch über die neue Tochtergesellschaft Enerparc AG abgedeckt werden.

„Ungeachtet der schnellen und erfolgreichen Umsetzung unseres Großauftrags im spanischen Belmez in der Region Córdoba können wir die wirtschaftlichen Früchte erst verspätet ernten. Die Schlusszahlung für die Projekte in Belmez wird vertragsgemäß im April 2009 erwartet, so dass die Bilanz zum 31. Dezember 2008 noch hohe Forderungen ausweist“, erläuterte systaic-Finanzvorstand Heiko Piossek die Bilanzsumme 2008. „Zwischenzeitlich erhaltene Zahlungen im ersten Quartal sowie die Schlusszahlung für das Solarkraftwerk in Belmez werden die Bilanzsumme jedoch signifikant verringern.“

Zwischenzeitlich hat systaic den Bau von Gewächshäusern mit integrierten Solarsystemen begonnen. Dies erfolge auf Basis eines abgeschlossenen Rahmenvertrags mit der Atharv Cleantech Limited, einer Tochtergesellschaft der indischen Moser Baer Clean Energy Limited zur Realisierung von insgesamt 200 MWp in Europa, so das Unternehmen. Aktuell arbeite die systaic-Tochtergesellschaft Enerparc im Rahmen dieser Vereinbarung an einem gewächshausintegrierten Photovoltaik Projekt mit einer Gesamtleistung von 115 MWp, das nach Fertigstellung die größte dachintegrierte Photovoltaik Anlage der Welt darstellen soll. Für die Fremdkapitalfinanzierung habe Moser Baer Cleantech Energy die Rabobank mandatiert.

Der Gesamtauftrag hat, wie bereits veröffentlicht, ein Volumen von 450 Millionen Euro und soll in Teilabschnitten bis 2010 vollständig in Betrieb genommen werden. Für die Errichtung der neuen Großanlagen auf Sardinien erhält systaic von dem Investor so genannte Meilensteinzahlungen entsprechend der Projektfortschritte. „systaic hat damit ein Konzept, künftig Kraftwerke bausynchron, d.h. ohne substanziellen eigenen Liquiditätsbedarf zu finanzieren“, erklärt Piossek die künftige Vorgehensweise.

„Die Marktentwicklung mit bereits deutlich reduzierten und weiter sinkenden Zell- und Modulpreisen wirkt sich auf unser Geschäftsmodell sehr positiv aus. Aufgrund der größten Projektpipeline der Firmengeschichte plant der Vorstand trotz des schwierigen konjunkturellen Umfelds, den bisher kommunizierten Umsatzanstieg für das Gesamtjahr 2009 um mindestens 30 Prozent auf über 260 Millionen Euro bei einer operativen Marge von rund 7 Prozent erfüllen zu können. Nach den bisher vorliegenden Zahlen wurde der Umsatz im ersten Quartal 2009 voraussichtlich auf 40 Millionen Euro verzehnfacht“, prognostiziert Heiko Piossek abschließend.

Quelle: systaic AG
                                                                 News_V2