Artikel vom 18.05.2009, Druckdatum 04.12.2020

Solar-Fabrik AG fokussiert sich auf den Kernbereich Photovoltaik-Systeme

Die Freiburger Solar-Fabrik AG meldet für das erste Quartal 2009 einen Konzernumsatz in Höhe von 22,529 Millionen Euro (Vj. TEUR 53,102 Millionen Euro). Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug -289.000 Euro (Vj. 519.000 Euro). Das 1. Quartal 2009 sei durch Fokussierung auf den deutschen Solarmarkt, der jedoch witterungsbedingt schwächer als im Durchschnitt der vergangenen Jahre ausfiel, geprägt gewesen. Aufgrund der novellierten Förderung sei der spanische Markt erwartungsgemäß deutlich rückläufig gewesen, man habe allerdings von fallenden Preisen im Zuliefererbereich profitieren können, so die Solar-Fabrik AG in einer Pressemitteilung.

Der Umsatz im Segment „Solarstromsysteme“ betrug zum 31. März 2009 21,573 Millionen Euro (Vj. 34,893 Millionen Euro). Trotz des Rückgangs der Umsätze sowie der Abschwächung der Rohmarge von 10,7 Prozent auf 9,3Prozent habe sich das Segmentergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum von -2,685 Millionen Euro um 785.000 auf -1,9 Millionen Euro verbessert, teilt das Unternehmen weiter mit.

Infolge des Einbruchs im Silizium-Markt sowie der zum 31. März 2009 erfolgten Insolvenzanmeldung der GEWD Ltd. seien im Segment „Wafer“ die Umsatzerlöse von 18,181 Millionen Euro um 17,267 Millionen Euro auf 914.000 zum 31. März 2009 gesunken. Durch die Rücknahme von Warenlieferungen an Lieferanten gegen Erteilung von Gutschriften habe man zum Jahresende 2008 gebildete Rückstellungen für belastende Verträge zwischenzeitlich ergebniswirksam auflösen können. Als Folge beläuft sich das Segmentergebnis auf 1,588 Millionen Euro.

Der Geschäftsbereich „Solarzellen“ verbuchte im ersten Quartal 2009 einen Gewinn in Höhe von 303.000 (Vj. -126.000). Für das Gesamtjahr werde ein positives Ergebnis erwartet, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Das Segment „Waferaufbereitung“ habe ein ausgeglichenes Ergebnis (Vj. 82.000) erreicht. Für das Gesamtjahr wird ebenfalls mit einem positiven Ergebnis gerechnet.

Trotz Finanz- und Wirtschaftskrise verfügt die Solar-Fabrik AG eigenen Angaben zufolge gegenwärtig über einen Auftragsbestand von mehr als 80 MWp. Ziel sei es, die Produktions- und Absatzmenge gegenüber 2008 im zweistelligen Prozentbereich zu steigern und im europäischen Solarmarkt Marktanteile zu gewinnen. 

Am Ende des 1. Quartals 2009 hat die Solar-Fabrik ihr drittes Werk in Freiburg in Betrieb genommen und damit die Produktionskapazität auf 130 MWp erhöht. Diese Fertigungslinie ist hoch automatisiert und ist nach Aussage des Unternehmens „Garant für die Steigerung der Produktivität“. Die Solar-Fabrik rechnet bei „hoher Planungssicherheit“ für das angelaufene Geschäftsjahr mit einer EBIT-Marge von mindestens 3 Prozent im Segment Solarstromsysteme. 

Quelle: Solar-Fabrik AG
                                                                 News_V2