Artikel vom 09.05.2006, Druckdatum 29.11.2020

Solarenergie boomt – auch im Fertighaus

Immer mehr Eigenheimbesitzerinnen und Bauherren setzen auf Solarenergie Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) hat bei einem Vergleich mit dem ersten Quartal 2005 herausgefunden, dass sich das Interesse an Solarwärme-Anlagen in den ersten drei Monaten dieses Jahres mehr als verdoppelt hat. Auch die Fertighausanbieter richten sich auf den Solarboom ein.

Gingen in den ersten drei Monaten 2005 beim Bundesamt für Wirtschaft noch 15.281 Förderanträge ein, so stieg die Nachfrage nach den begehrten Zuschüssen ein Jahr später auf 37.411 Antragsteller. Dies entspricht einem Zuwachs um 144 Prozent. Hauptursache dafür sind explodierende Heizkosten. Der Preis für Heizöl hat sich binnen sechs Jahren mehr als verdreifacht, so der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW).

Erst letzte Woche war in Sachsen ein Eigenheim fertig gestellt worden, das zu 95 Prozent mit Solarwärme beheizt wird. Das von drei mittelständischen Unternehmen gemeinsam entwickelte so genannte „Energetikhaus100“ wurde von Fachleuten der TU Bergakademie Freiberg optimiert und die technische Ausstattung auf das Notwendige reduziert. Die Kosten für das in massiver Bauweise errichtete Haus mit rund 135 Quadratmeter Wohnfläche konnten so auf rund 200.000 Euro reduziert werden. Gegenüber konventioneller Bauweise können jährlich Brennstoffkosten von über 1.000 Euro eingespart werden.

Auch der Fertighaushersteller Schwörer wirbt aktiv für den Einsatz Erneuerbarer Energien. Nach Angaben des Herstellers wurden im letzten Jahr 1.000 Eigenheime verkauft, 70 Prozent davon werden inzwischen mit Erneuerbaren Energiesystemen ausgestattet. „Die Hälfte davon nutzt Solarenergie “ so Johannes Schwörer, Geschäftsführer des Fertighausherstellers SchwörerHaus KG.

Ein weiterer Fertighaushersteller, nämlich „Weberhaus“, setzt mit seinem neuen „WeberHaus PlusEnergie“ auf ein Zusammenspiel von Wärmedämmung, Erdwärme und Fotovoltaik „Ein Haus, das mehr Energie gewinnt als es braucht“, wirbt der Hersteller. Das „PlusEnergie-Haus“ unterschreitet die Energiesparverordnung um 75 Prozent, die minimierte Heizenergie wird durch eine Erdwärmepumpe gewonnen. Die Kraft der Sonne versorgt das Haus jedes Jahr mit mehr Strom als es braucht, so dass die erzeugte Energie ins Stromnetz eingespeist und vom Netzbetreiber vergütet wird.

Auch bei Nachrüstung mit einer Solaranlage können je nach Größe und Auslegung der Solarkollektoren 10-30 Prozent der Brennstoffkosten vermieden werden, so der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW). Solaranlagen sind bereits für wenige tausend Euro auf dem Markt. Kostenlose Informationen zu Technik, Förderung und Fachleuten rund um das Thema Solarenergie bietet der Internetratgeber www.solartechnikberater.de. Der Dienst wird vom Bundesverband Solarwirtschaft mit Unterstützung der bundeseigenen KfW Bankengruppe betrieben.

Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft (BSW)

Mehr Infos zu SchwörerHaus: http://www.schwoererhaus.de
Mehr Infos zum 95 Prozent-Solarhaus: www.energetikhaus100.de
Mehr Infos zum WeberHaus: www.weberhaus.de

Autorin: Petra Forberger für www.solarportal24.de


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