Artikel vom 31.05.2006, Druckdatum 30.11.2020

Nutzung erneuerbarer Energien gelungen in Gebäudeentwürfe integrieren

Nun ist er entschieden, der 1. Architekturwettbewerb „Photovoltaik-Technik im Gebäudeentwurf - PV-im-Bau“. Am Montag zeichnete Michael Müller, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium, die fünf Preisträger aus. Die gestalterischen Möglichkeiten der Fotovoltaik kreativ ausschöpfen und neue Potenziale für die Nutzung der Solarenergie erschließen, lautete die Aufgabe. Insgesamt nahmen 66 Beiträge am Wettbewerb teil.

Im vergangenen Herbst hatte das Bundesumweltministerium erstmals den bundesweiten Wettbewerb „Photovoltaik-Technik im Gebäudeentwurf - PV-im-Bau“ ausgelobt. Unterstützt wurde er durch die Bundesarchitektenkammer und den Bund Deutscher Architekten. Weitere Kooperationspartner waren das Institut für Gebäude- und Solartechnik der TU Braunschweig und das Büro ANP in Kassel.

„Die Integration von Fotovoltaikanlagen in Gebäuden ist noch nicht selbstverständlich. Der Wettbewerb sollte dazu beitragen, Erfindergeist und sportlichen Ehrgeiz bei Architekten zu wecken, die Nutzung von erneuerbaren Energien gelungen in ihre Gebäudeentwürfe zu integrieren“, so Müller. Insgesamt waren 66 Beiträge eingereicht worden. Eine hochkarätige Jury bewertete sie und vergab fünf Preise im Wert von je 20.000 Euro. 

Ausgezeichnet wurden der Ausbau eines Waldbauernhauses in Detmold-Heiligenkirchen in der Kategorie „Wohngebäude“, die Sportarena Oldenburg in der Kategorie „Bauten für Kultur, Bildung, Sport“, die Umstrukturierung eines Gewerbegebäudes in Meyerweilheim in der Kategorie „Bürogebäude“ sowie in der in der Kategorie „Gewerbegebäude“ der Neubau einer Bio-Energiezentrale in Fürstenfeldbruck und das Projekt „Arbeiten und Einkaufen an der Aktienstraße“ in Essen.

„Die Nutzung von Solarenergie muss künftig als fester Bestandteil bereits in die Planung von Gebäuden integriert werden“, sagte Müller anlässlich der Preisverleihung. Dies gelte für neue Gebäude genauso wie für die energetische Sanierung von Altbauten. Noch bis zum 9. Juni 2006 sind alle eingereichten Arbeiten in der Ausstellung „PV im Bau“ im Deutschen Architektur Zentrum (DAZ) in Berlin zu sehen.

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) 

Autorin: Petra Forberger für www.solarportal24.de






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