Artikel vom 15.03.2010, Druckdatum 03.08.2020

Tierisch umweltbewusst – Fressnapf produziert Strom aus Sonnenlicht

Auf den Dächern zweier Logistikzentren der Fachhandelskette Fressnapf in Krefeld und Feuchtwangen produzieren Photovoltaik Module auf einer Fläche von 42.000 Quadratmetern ab sofort mehr als 1,9 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr. „Wirtschaftlicher Erfolg und Umweltschutz schließen sich nicht aus – sie bedingen einander“, erklärt Fressnapf-Chef Torsten Toeller. „Viele Unternehmen können mit ihren Dächern bares Geld verdienen anstatt sie ungenutzt zu lassen“, so Rudolf Sebald, Bereichsleiter Technik bei IBC SOLAR, dem Projektierer der beiden Anlagen.

Mit dem Bau der Anlagen wurde als Generalunternehmer die Firma Schweiger-Dach GmbH beauftragt. Hauptentscheidungskriterium war dabei das speziell für Industrieflachdächer entwickelte TSS-Pin Solarbefestigungssystem. Geplant wurden die Anlagen vom Photovoltaik Spezialisten IBC SOLAR (Bad Staffelstein), der auch die Komponenten lieferte und die Anlagen nach nur zwölf Wochen Projektlaufzeit ans Netz anschloss.

Im Vergleich zur herkömmlichen Stromversorgung sparen die Anlagen mit einer Gesamtleistung von über 1,9 MWp (Megawatt peak) 1.150 Tonnen CO2 pro Jahr ein und gewährleisten so eine nachhaltige Energieversorgung. Um sicher zu stellen, dass die Anlagen auch über die gesamte Lebensdauer optimal funktionieren, hat IBC Solar eigenen Angaben zufolge ein umfangreiches Monitoringsystem in die Anlage integriert. Fiele der Ertrag beispielsweise überraschend ab, würde umgehend eine Fehlermeldung gesendet und die Schweiger-Dach GmbH könnte sofort mit der Fehlersuche beginnen. Die kontinuierliche Überwachung der Anlage minimiert eventuelle Ausfallszeiten und trägt dazu bei, dass die Investition bestmöglich abgesichert ist. Zudem werden Mitarbeiter und Besucher von Fressnapf über einen Monitor im Eingangsbereich fortlaufend über die Photovoltaik Anlagen informiert.

Eine besondere Herausforderung bei der Installation waren die geringen Rest-Traglasten der Dächer, die großen Binderabstände von über neun Metern sowie die wasserdichte Verankerung des Montagesystems auf den Dächern der Logistikzentren. Da es sich um Foliendächer handelt, musste besonderes Augenmerk auf die Abdichtung gelegt werden, heißt es in einer Pressemitteilung. Photovoltaik Anlagen erzeugen mindestens 20 Jahre lang Strom – dementsprechend lange müssen auch die Unterkonstruktionssysteme an Ort und Stelle bleiben und dürfen die Schutzfunktion des Daches nicht beeinträchtigen. 

Um eine statisch belastbare Verankerung der Photovoltaik Anlage zu ermöglichen, entschied sich der Bauherr nach Angaben der IBC Solar für das TSS-Pin Solarbefestigungssystem. Dies sei speziell für die Durchdringung von Foliendächern entwickelt worden und ermögliche eine windsogsichere Verankerung der Photovoltaik Anlage direkt in den Trägern des Daches. Eine Befestigung der Anlage mit Hilfe von Ballast, wie sie bislang häufig bei Flachdächern eingesetzt wird, werde dadurch überflüssig. Mit dem TSS-Pin-System komme es weder zu statischen Mehrbelastungen des Trapezbleches noch werde die Abdichtungsbahn und Dämmung des Dachs beeinträchtigt.

„Wirtschaftlicher Erfolg und Umweltschutz schließen sich nicht aus – sie bedingen einander“, erklärt Fressnapf-Chef Torsten Toeller. „Die Photovoltaik Anlage beweist, dass wir nicht nur von Nachhaltigkeit reden, sondern konkret etwas tun.“ „Dachflächen sind die idealen Stromproduzenten“, sagt Rudolf Sebald, Bereichsleiter Technik bei IBC Solar. „Viele Unternehmen können mit ihren Dächern bares Geld verdienen anstatt sie ungenutzt zu lassen. Hierfür können sie die Anlage entweder selbst betreiben oder einfach die Fläche an uns verpachten und sich über 20 Jahre ein attraktives Zusatzeinkommen sichern. So können Unternehmen auch ohne große eigene Investitionen umweltfreundlich Strom erzeugen.“

Quelle: IBC Solar AG
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