Artikel vom 07.06.2006, Druckdatum 11.07.2020

Derzeit leistungsfähigste Dünnschicht-Technologie am Start

In Brandenburg an der Havel hat die Johanna Solar Technology GmbH mit dem Bau des weltweit größten und modernsten Werk für die Fertigung von Solarmodulen auf Basis einer neuen Dünnschicht-Technologie begonnen. Mitte 2007 soll die Produktion starten, die geplante Jahreskapazität von 30 MW soll bis 2009 auf 60 MW verdoppelt werden.

Den Zugriff auf die derzeit leistungsfähigste Dünnschicht-Technologie hatte man sich durch ein Lizenzabkommen mit der PTIP Ltd, einem Spin-Off der Universität Johannesburg (Südafrika), gesichert. Bei dieser neuen Technologie werden die Stoffe Kupfer, Indium und Gallium sowie Sulfid und Selen (CIGSSe) eingesetzt. „Die CIGS-Technologie hat bei den Dünnschicht-Modulen eindeutig die Nase vorn,“ bestätigt das Fraunhofer Institut Solare Energiesysteme ISE.

Die neue Dünnschicht-Technologie CIGSSe mit einem Wirkungsgradpotenzial von bis zu 16 Prozent gilt derzeit als aussichtsreichste Entwicklung in der Solarindustrie. Sie macht die Hersteller unabhängig vom derzeit knappen Rohstoff Silizium und zeichnet sich zusätzlich dadurch aus, dass sie auch bei schwachem Licht Energie liefern. So weisen sie auch bei anfänglich geringeren Wirkungsgraden höhere Erträge als Silizium-basierte Solarmodule auf.

Bei dem Neubau in Brandenburg handelt es sich um das größte und modernste Werk der Welt für Massenfertigung von Dünnschicht-Modulen der neuesten Generation. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf 72 Millionen Euro. Allein in der ersten Ausbaustufe sollen 180 neue Arbeitsplätze entstehen, so das Unternehmen.

Quelle: IWR, IFE
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