Artikel vom 12.08.2010, Druckdatum 09.03.2021

Q2: Conergy erstmals wieder mit positivem Nachsteuerergebnis

Die Kürzungen der Vergütung im deutschen EEG und die damit verbundene starke Nachfrage nach Photovoltaik Anlagen im ersten Halbjahr 2010 hat auch der Conergy AG ein starkes Umsatzplus beschert. Das Photovoltaik Unternehmen konnte seinen Umsatz im zweiten Quartal 2010 auf 239,4 Millionen Euro steigern, was rund 50 Prozent mehr als im Vorjahresquartal ist, heißt es in der entsprechenden Pressemitteilung.

Im Vergleich zum Auftaktquartal 2010 beträgt die Umsatzsteigerung in Q2 sogar rund 60 Prozent. Den Rohertrag konnte das Unternehmen demnach von 18,2 Millionen Euro auf 58,9 Millionen Euro mehr als verdreifachen – und im Berichtszeitraum so eine Marge von 24,6 Prozent ausweisen. Das EBITDA lag aufgrund dieser erfreulichen Entwicklung sowie positiver Währungseffekte Unternehmensangaben zufolge mit 18,5 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahreswert (Q2 2009: -22,9 Millionen Euro). 

Damit ist Conergy im dritten Quartal in Folge wieder operativ positiv. Das EBIT verbesserte der Solarkonzern um 40 Millionen Euro auf 1,7 Millionen Euro. Hier schlug im Vorjahreszeitraum noch ein Verlust von -28,3 Millionen Euro zu Buche. Die verbesserte Umsatzentwicklung sowie die gestiegene Ertragskraft des Unternehmens führten im zweiten Quartal Unternehmensangaben zufolge erstmals wieder zu einem positiven Nachsteuerergebnis aus fortzuführendem Geschäft von 7,9 Millionen Euro (Q2 2009: -33,2 Millionen Euro). 

„Erstmals schreiben wir auch unter dem Strich wieder schwarze Zahlen“, so Conergy Vorstandsvorsitzender Dieter Ammer. „Das Ergebnis zeigt: Durch unser Restrukturierungsprogramm haben wir bei wachsenden Umsätzen unsere Kostenstruktur gut im Griff. Wir sind wieder wettbewerbsfähig – und durch unsere diversifizierte, internationale Aufstellung auch für die künftigen Herausforderungen des Marktes bestens positioniert.“ 

Insgesamt konnte Conergy demnach seinen Umsatz in den ersten sechs Monaten 2010 um rund 80 Prozent auf 389,7 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 217,6 Millionen Euro) steigern. Hierfür sei neben einem starken deutschen Markt die ebenfalls gestiegene Nachfrage in den zahlreichen Conergy-Auslandsmärkten verantwortlich, heißt es in der Pressemitteilung weiter; hier erwirtschaften die Hamburger eigenen Angaben zufolge bereits jetzt rund 50 Prozent ihrer Umsätze. 

Besonders erfreulich entwickelten sich Unternehmensangaben zufolge Frankreich, Spanien und Australien, wo sich die Umsätze mehr als verdoppeln konnten. Bei weiter gestiegener Rohertragsmarge konnte Conergy auch das EBITDA um 67,8 Millionen Euro auf 25,8 Millionen Euro verbessern. Auch das EBIT stieg: Fiel im Vorjahreszeitraum noch ein Verlust von 53,3 Millionen Euro an, verzeichnet Conergy im ersten Halbjahr 2010 einen Gewinn in Höhe von 12,0 Millionen Euro In Summe ist Conergy so auch im Nachsteuerergebnis erstmals nach drei Jahren wieder profitabel. 

Positive Auswirkungen auf das Geschäft des System Herstellers im ersten Halbjahr habe vor allem der gesteigerte Absatz selbst produzierter Komponenten gehabt, heißt es in der Pressemitteilung weiter. In seinen weltweiten Großprojekten verbaut Conergy immer mehr Qualitätsprodukte aus eigener Herstellung. Zwei von drei gebauten Großkraftwerken werden Unternehmensangaben zufolge inzwischen mit hauseigenen Qualitätskomponenten ausgestattet. 

Aufgrund der nochmals gesteigerten Auslastung der modernen Modulfabrik in Frankfurt (Oder) sowie basierend auf der positiven Entwicklung eines weiter wachsenden Gesamtmarktes hat Conergy am 3. August seine Prognose für das EBITDA im Gesamtjahr 2010 auf 30 Millionen Euro bis 40 Millionen Euro angehoben. Bisher war das Unternehmen von einem positiven operativen Ergebnis nach EBITDA im niedrigen zweistelligen Millionenbereich ausgegangen. 

Quelle: Conergy AG 

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