Artikel vom 11.11.2010, Druckdatum 24.10.2020

Conergy: Erstmals seit Restrukturierung Q3 mit operativ schwarzen Zahlen abgeschlossen

Bei fast gleichbleibenden Personalkosten konnte die Hamburger Conergy AG im 3. Quartal 2010 ihren Umsatz von 138,8 Millionen Euro auf 275,3 Millionen Euro nahezu verdoppeln. Verantwortlich für diesen Trend war unter anderem der Verkauf von Deutschlands größtem mit Conergy Systemtechnologie ausgestattetem Photovoltaik Park, heißt es in einer Pressemitteilung. Ebenso trug das gute Auslandsgeschäft zum Umsatz bei, das vor allem von starken Verkäufen in Europa beflügelt wurde.

Ebenfalls verdoppeln konnte Conergy eigenen Angaben zufolge seinen Rohertrag. Dieser stieg von 32,7 Millionen Euro auf 64,1 Millionen Euro. Mit einem EBITDA von 7,7 Millionen Euro konnte Conergy auch im 3. Quartal 2010 das Vorjahresergebnis weiter verbessern (3. Quartal 2009: -5,8 Millionen Euro.), und auch im EBIT deutlich auf 1,0 Millionen Euro zulegen, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Hier war im 3. Quartal 2009 noch ein Verlust von -11,7 Millionen Euro angefallen. Das Nachsteuerergebnis aus fortzuführendem Geschäft konnte Conergy von -17,2 Millionen Euro um 12,9 Millionen Euro auf -4,3 Millionen Euro verbessern. Getrübt wurde das Ergebnis allerdings durch Währungsverluste in Höhe von 7,6 Millionen Euro infolge eines schwachen US-Dollars.

In den zurückliegenden neun Monaten steigerte Conergy seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 356,4 Millionen Euro auf 664,9 Millionen Euro. Damit, so das Unternehmen, verbesserte man sich hier bei gleichbleibenden Personalkosten um fast 90 Prozent. Treiber der positiven Entwicklung sei auch hier das starke Auslandsgeschäft in solaren Kernmärkten wie unter anderem Italien, Frankreich und Griechenland sowie die erhöhte, marktübergreifende Nachfrage nach selbst hergestellten Conergy Solarsystemen gewesen.

Damit sieht sich Conergy in den ersten neun Monaten auch in ihrer Ausrichtung als integrierter Systemhersteller bestätigt. Die Conergy Solarfabrik in Frankfurt (Oder) produzierte im Berichtszeitraum auf Hochtouren und konnte ihren Output verdreifachen. Dies schlug sich auch positiv im Anteil selbst hergestellter Conergy PowerPlus Module nieder, den der Solarkonzern in den ersten neun Monaten von 31 Prozent auf 56 Prozent steigern konnte. Gleichsam hohe Nachfrage zeigte sich für Conergy Wechselrichter: Hier steigerte das Unternehmen seinen Anteil selbst hergestellter Produkte von 59 Prozent auf 71 Prozent, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Durch den verstärkten Absatz dieser Komponenten konnte Conergy demnach im bisherigen Jahresverlauf seinen Rohertrag von 65,8 Millionen Euro auf 170,0 Millionen Euro um 158 Prozent steigern – und so seine Rohertragsmarge von 18,5 Prozent auf 25,6 Prozent um 7 Prozentpunkte verbessern. Das EBITDA steigerte Conergy aufgrund dieser Entwicklung in den letzten neun Monaten von -47,8 Millionen Euro auf 33,6 Millionen Euro um 81,4 Millionen Euro. Sein EBIT konnte Conergy in diesem Zeitraum ebenfalls von -65,0 Millionen Euro auf 13,1 Millionen Euro verbessern. Umsatzentwicklung und Ertragskraft führten zu einem stark verbesserten Nachsteuerergebnis aus fortzuführendem Geschäft, das Conergy von -81,5 Millionen Euro auf 0,8 Millionen Euro um 82,3 Millionen Euro steigern konnte.

Erstmalig seit Beginn der Restrukturierung hat Conergy einen Neun-Monatsbericht wieder mit operativ schwarzen Zahlen abgeschlossen, obwohl das Unternehmen nach wie vor durch im Wesentlichen refinanzierungsbedingte Beratungskosten in Höhe von 12,2 Millionen Euro sowie Zinszahlungen in Höhe von 13,4 Millionen Euro belastet ist. Auch um diese Lasten künftig zu senken, befindet sich Conergy eigenen Angaben zufolge seit einigen Wochen mit seinen finanzierenden Banken in Gesprächen über eine mögliche Reduzierung des Verschuldungsgrads. Diesbezüglich verweisen wir auf die entsprechende Meldung vom heutigen Tage.

Quelle: Conergy AG 

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