Artikel vom 12.11.2010, Druckdatum 18.09.2020

SOLON SE bleibt bei Ergebnisprognose für das Gesamtjahr

Vor dem Hintergrund der anhaltend hohen Nachfrage nach Photovoltaik Anlagen in Deutschland und des spürbaren Anziehens in anderen Märkten Europas und in den USA meldet die Berliner SOLON SE eine Steigerung des Konzernumsatzes in den ersten neun Monaten des Jahres auf über 400 Millionen Euro. Damit hat das Unternehmen bereits Ende September den Gesamtjahresumsatz des Vorjahres deutlich übertroffen.

Im Geschäft mit Solarmodulen profitierte Solon im abgelaufenen Quartal erneut von Vorzieheffekten im Hinblick auf die beschlossene Reduzierung der Einspeisetarife in Deutschland, heißt es in einer Pressemitteilung. Gleichzeitig sei es zu einem spürbaren Anziehen der Aktivitäten im Kraftwerksgeschäft gekommen, insbesondere in Italien. Dies habe zum einen dazu geführt, dass sich die Umsatzverteilung nach Geschäftsfeldern zugunsten des Systemtechnikgeschäfts verschob, auf das im Neunmonatszeitraum insgesamt 29 Prozent der Umsätze entfielen. Zum anderen stieg der Anteil der außerhalb Deutschlands erwirtschafteten Umsätze auf über 50 Prozent. Die Produktionsmenge erreichte Unternehmensangaben zufolge 194 MWp.

Die wichtigsten Finanzkennzahlen der ersten neun Monate dieses Geschäftsjahres stellen sich demnach im Einzelnen wie folgt dar: Der Konzernumsatz stieg um 85 Prozent auf 404,6 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 218,4 Millionen Euro). Das EBITDA verbesserte sich im Jahresvergleich auf 8,3 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: -72,2 Millionen Euro).

Der Verlust beim EBIT ging auf -5,3 Millionen Euro zurück (Vorjahr: -87,0 Millionen Euro) und war im Wesentlichen bedingt durch einen im dritten Quartal angefallenen einmaligen Garantieaufwand aus einem italienischen Altprojekt in Höhe von 4,5 Millionen Euro, so das Unternehmen. Gegen die aus Sicht des Unternehmens ungerechtfertigte Garantieziehung werde derzeit juristisch vorgegangen, heißt es in der Pressemitteilung. Ohne diesen Sondereffekt hätte Solon eigenen Angaben zufolge das dritte Quartal mit einem positiven operativen Ergebnis abgeschlossen. 

Das in den ersten neun Monaten 2010 erzielte Konzernergebnis nach Minderheiten belief sich auf -17,4 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: -146,7 Millionen Euro). Damit verbesserte sich das Ergebnis je Aktie im Jahresvergleich auf -1,20 Euro (Vorjahreszeitraum: -11,71 Euro).

Die Vorräte erhöhten sich nach Angaben des Unternehmens zum 30. September 2010 auf 130,0 Millionen Euro (31. Dezember 2009: 90,6 Millionen Euro). Hauptursache hierfür seien die stark gestiegene Produktionsleistung zur Vorproduktion für die derzeit im Bau befindlichen und bis Jahresende abzuschließenden Kraftwerksprojekte gewesen. Bedingt durch die Zunahme des Vorratsbestands und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie ein negatives operatives Ergebnis belief sich der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit in den ersten neun Monaten 2010 demnach auf –17,5 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 30,1 Millionen Euro). 

Im dritten Quartal erwirtschaftete Solon einen leicht positiven operativen Cashflow in Höhe von 0,7 Millionen Euro. Das Working Capital lag zum 30. September 2010 bei 174,1 Millionen Euro. Die Quote des Working Capital im Verhältnis zum Umsatz der letzten zwölf Monate ging auf 32 Prozent zurück. Die Nettoverschuldung zum Berichtsstichtag betrug nahezu unverändert 368,5 Millionen Euro, so das Unternehmen in seiner Pressemitteilung.

Angesichts der positiven Geschäftsentwicklung im bisherigen Jahresverlauf und einer anhaltend starken Aktivität im Projektgeschäft hat das Solon-Management seine Umsatz- und Ergebnisprognose für das Gesamtjahr bestätigt: Ziel ist es, einen Konzernumsatz von deutlich über 500 Millionen Euro zu erreichen bei einem ausgeglichenen operativen Ergebnis.

Der vollständige Zwischenbericht der Solon SE zum 30. September 2010 steht auf der Internetseite des Unternehmens (www.solon.com) zum Download zur Verfügung.

Quelle: SOLON SE

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