Artikel vom 20.01.2011, Druckdatum 10.07.2020

Atomforum darf mit CO2-Freiheit der Kernkraft werben

Durch den Verzicht der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e. V. auf weitere rechtliche Schritte ist das Urteil des Landgerichts Berlin vom 09.11.2010 nun rechtskräftig geworden: Die Werbung des Deutschen Atomforums in den vergangenen Monaten sei nicht irreführend. Sie verweise zutreffend darauf, dass bei der Stromerzeugung durch Kernkraftwerke wie bei der Stromerzeugung durch Windenergie bzw. Photovoltaik Anlagen kein CO2 ausgestoßen wird.

Die Verbraucherzentrale NRW hatte beantragt, mit einer einstweiligen Verfügung die Werbung des Deutschen Atomforums in Zeitungs- und Zeitschriftenanzeigen sowie Internet zu untersagen. Die Begründung: Die darin verwendeten Aussagen „Kernkraftwerk Brokdorf und Windenergie: CO2-Ausstoß = Null“ und „Kernkraftwerk Neckarwestheim und Photovoltaik: CO2-Ausstoß = Null“ seien irreführend.

Diese Ansicht und die beantragte einstweilige Verfügung auf Untersagung der DAtF-Werbung wies das Landgericht Berlin am 09.11.2010 zurück und betonte in seinem Urteil: „Die Werbung bezieht sich erkennbar lediglich auf die Stromproduktion als solche, nicht auf sämtliche vorher und nachher erfolgenden Abläufe. Würde die gesamte Produktionskette in die Betrachtung einbezogen werden, ergäbe die Werbung erkennbar keinen Sinn, denn der Verbraucher weiß, dass auch bei der Herstellung von Windrädern oder Photovoltaik Anlagen CO2 ausgestoßen wird.“ 

Quelle: Deutsches Atomforum
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