Artikel vom 23.02.2011, Druckdatum 21.01.2021

Conergy vorläufige Geschäftszahlen 2010: Umsatzsteigerung aber negatives EBIT

Die Conergy AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ihren Umsatz um über 50 Prozent auf 913,5 Millionen Euro gesteigert (2009: 600,9 Millionen Euro). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sei insbesondere im vierten Quartal durch außerplanmäßige Abschreibungen negativ beeinflusst worden. Hier weist das Photovoltaik Unternehmen nach -36,8 Millionen Euro Verlust in 2009 einen um 23,0 Millionen Euro verringerten Verlust von -13,8 Millionen Euro aus.

Dabei konnte das Solarunternehmen eigenen Angaben zufolge sowohl sein nationales als auch sein internationales Geschäft weiter ausbauen. Der Auslandsumsatz Conergys blieb demnach mit 54 Prozent weiter auf hohem Niveau. 

Gleichzeitig verbesserte das Solarunternehmen auch sein Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA): Erstmals seit 2006 schrieb Conergy hier mit 30,1 Millionen Euro (2009: -10,7 Millionen Euro) wieder schwarze Zahlen und habe die Prognose damit erfüllt, heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilung. Hierzu habe neben dem erfreulichen Umsatzanstieg auch die deutlich verbesserte Rohertragsmarge beigetragen, die Conergy um vier Prozentpunkte auf 23,7 Prozent steigern konnte. Dies sei unter anderem durch den verstärkten Einsatz selbst hergestellter Conergy Produkte erreicht worden, so das Unternehmen. 

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sei insbesondere im vierten Quartal durch außerplanmäßige Abschreibungen negativ beeinflusst worden. Auf Ebene einzelner Tochtergesellschaften entstand Unternehmensangaben zufolge aufgrund fortlaufender Restrukturierung ein liquiditätsneutraler Wertberichtigungsbedarf auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie sonstigem Anlagevermögen von rund 17 Millionen Euro. Ebenso wurde das EBIT durch Beratungskosten in Zusammenhang mit der Refinanzierung in Höhe von rund 13 Millionen Euro beeinflusst. Trotz dieser Belastungen konnte der Verlust von -36,8 Millionen Euro in 2009 um 23,0 Millionen Euro auf -13,8 Millionen Euro verringert werden, so Conergy. 

Die außerplanmäßigen Abschreibungen führten zusätzlich zu einer Wertberichtigung von aktiven Steuerlatenzen auf Verlustvorträge, wodurch das Nachsteuerergebnis zusätzlich mit zirka 9,5 Millionen Euro belastet wurde. Das Steuerergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen belief sich somit auf -13,5 Millionen Euro (2009: -22,5 Millionen Euro). Unter Berücksichtigung eines Finanzergebnisses von -14,7 Millionen Euro (2009: -21,8) betrug das Nachsteuerergebnis -42,0 Millionen Euro (2009: 81,1 Millionen Euro). Damit verringerte sich der Verlust im Vergleich zum Vorjahr um 39,1 Millionen Euro.

Quelle: Conergy AG 

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