Artikel vom 24.06.2011, Druckdatum 29.10.2020

Drei Forschungszentren kooperieren in der Solarenergieforschung

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das Forschungszentrum Jülich (FZJ) und das Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (HZB) haben am 23. Juni 2011 die Zusammenarbeit mit dem „National Renewable Energy Laboratory“ (NREL) in der Solarenergieforschung vereinbart. „Die drei Forschungszentren wollen ihre Zusammenarbeit bei der Entwicklung von solarthermischen Kraftwerken und in der Photovoltaik intensivieren. Gemeinsam können wir innovative und effiziente Komponenten rascher zur Marktreife entwickeln“, sagte Prof. Ulrich Wagner, Vorstand für Energie und Verkehr beim DLR.

Durch die Kooperation mit dem größten amerikanischen Forschungsinstitut für Erneuerbare Energien wollen die Institute Forschungslücken schließen und die Technologieentwicklung beschleunigen. Die Vereinbarung wurde in Berlin durch führende Vertreter beider Forschungsorganisationen in Anwesenheit von Greg Delawie als Gesandtem der amerikanischen Botschaft und Thomas Rachel, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, unterzeichnet.

Studien zeigen die riesigen Potenziale der Solarenergie so das DLR in einer entsprechenden Pressemitteilung. So erreicht die Wüsten der Erde in sechs Stunden mehr Sonnenenergie als die gesamte Menschheit in einem Jahr verbraucht. Damit Sonnenenergie kostengünstig in Elektrizität umgewandelt werden kann, müssen Solarzellen und solarthermische Kraftwerke effizienter arbeiten und wesentlich preiswerter in der Herstellung werden.

Wissenschaftler/innen der beteiligten Forschungszentren verbessern zum einen die Technologien, die schon heute im Einsatz sind, und verfolgen gleichzeitig neue Ansätze. Für solarthermische Kraftwerke entwickeln sie zum Beispiel die solare Direktverdampfung zur Marktreife. Bei diesem Solarkraftwerkstyp wird durch gebündelte Sonnenstrahlen der Wasserdampf, der später einen Stromgenerator antreibt, direkt erzeugt. In der Photovoltaik arbeiten Forscher/innen an Ansätzen mit nanostrukturierten Materialien und neuartigen Modularchitekturen.

Das DLR, das Forschungszentrum Jülich und das Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie sind in der Solarenergieforschung die drei führenden Forschungszentren in der Helmholtz-Gemeinschaft. Am HZB und am FZJ werden vor allem neue Dünnschichtmaterialien für Solarzellen untersucht. Das DLR ist eine der weltweit führenden Einrichtungen bei der Entwicklung von solarthermischen Kraftwerken. Zudem arbeiten DLR-Forscher/innen auch an der Entwicklung neuartiger Speicher für solarthermische Kraftwerke, die die Tageshitze bis in die Nachtstunden halten, um kontinuierlich rund um die Uhr Strom zu erzeugen. Das DLR forscht auf diesem Gebiet an den Standorten Köln, Stuttgart und in Almeria in Südspanien.

NREL ist das größte amerikanische Forschungsinstitut für Erneuerbare Energien und arbeitet im Auftrag des amerikanischen Energieministeriums. Das Institut verfügt über jahrelange Erfahrung bei der Entwicklung von solarthermischen Kraftwerken.

Quelle: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
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