Artikel vom 01.08.2006, Druckdatum 20.01.2021

Steuersparmodell Sonnenenergie

Die Mehrwertsteuererhöhung von 16 auf 19 Prozent zum 1. Januar 2007 ist beschlossene Sache. Damit wird ab nächstem Jahr nicht nur der neue Kühlschrank und die neue Heizungsanlage teurer. Auch die Kosten für die meisten Energieträger werden zusätzlich zu den aktuellen Verteuerungen steigen. Kostenlos und mehrwertsteuerfrei dagegen gibt es die Sonnenenergie Wer also noch dieses Jahr in Sonnenkollektoren und Co. investiert, spart doppelt: Mehrwertsteuer und Energiekosten.

Ab 1. Januar 2007 werden die Kosten der Haushalte für Strom Heizöl oder Erdgas um 3 Prozent ansteigen, meldet die Informationsplattform RegioSolar, eine Initiative des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW) und das Bundesumweltministeriums (BMU). Für einen kleinen Haushalt mit einem typischen Verbrauch von 3.000 Litern Heizöl zum Preis von etwa 1.800 Euro bedeutet die kommende Mehrwertsteuererhöhung besipielsweise jährliche Mehrausgaben von zirka 50 Euro – vorausgesetzt, die Preise für fossile Energieträger steigen nicht weiter. Sonst würde die Ersparnis nämlich noch höher ausfallen.

Einen möglichen Ausweg zeigt der Verein Forum Ökologie Traunstein auf: die Nutzung Erneuerbarer Energien. Scheitholz, Holzpellets und Pflanzenöl werden als landwirtschaftliche Produkte nur mit dem reduzierten Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent belastet, der sich auch im nächsten Jahr nicht erhöht. Dazu kommt, dass die Preise für diese umweltfreundlichen Bioenergie-Brennstoffe ohnehin schon günstiger sind als die der fossilen Konkurrenten.

Am Besten aber spart man die Mehrwertsteuererhöhung durch die direkte Nutzung der Sonnenwärme. Denn, so Peter Rubeck, Leiter des Arbeitskreises Energie: „Die Sonne scheint für alle kostenlos und mehrwertsteuerfrei!“. Erfolgt die Installation noch in diesem Jahr, so werden die einmaligen Anschaffungskosten für Sonnenkollektoren heuer noch mit einem Mehrwertsteuersatz von lediglich 16 Prozent belastet. Die Kollektoren liefern dann mindestens 20 Jahre lang mehrwertsteuerfreie Wärme ins Haus.

Ähnlich funktioniert das Steuern sparen beispielsweise mit Holzpelletheizungen. Wer also noch rechtzeitig im Jahr 2006 in Sonnenkollektoren und Holzheizungen investiert, schützt nicht nur das Klima, sondern kann zumindest bei den Energiekosten auch dem Finanzminister ein Schnippchen schlagen.

RegioSolar ist eine bundesweite Plattform für den gegenseitigen Erfahrungs- und Informationsaustausch von Solarinitiativen und zur Unterstützung der Arbeit der Solarinitiativen. Ziel ist u.a., die erfolgreichen regionalen Solarinitiativen als beispielhafte „best practices“ der Politik, der Wirtschaft und der Öffentlichkeit vorzustellen und ihre wichtigen Anteile an der Marktentwicklung bewusst zu machen. Mehr Infos unter www.regiosolar.de

Quelle: RegioSolar

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