Artikel vom 20.07.2011, Druckdatum 29.11.2020

DLR-Institut für Solarforschung ist „Ort des Fortschritts“

Das Institut für Solarforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) wurde als „Ort des Fortschritts“ ausgezeichnet. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts arbeiten an einer effizienten und kostengünstigen Stromerzeugung in Solarthermie Kraftwerken. Ausgezeichnet wurde auch das in Kooperation mit dem DLR-Institut arbeitende Solar-Institut Jülich der Fachhochschule Aachen.

„Orte des Fortschritts sind Punkte, an denen sich qualitativer Fortschritt „made in NRW“ ablesen lässt“, sagte Nordrhein-Westfalens Wissenschaftsministerin Svenja Schulze anlässlich der Auszeichnung. „Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts sind angetreten, um international zu Schrittmachern für alternative Energiekonzepte auf Basis solarthermischer Kraftwerke zu werden.“

Das DLR-Institut für Solarforschung hat seinen Sitz in Köln, mit weiteren Standorten in Jülich, Almeria und Stuttgart. In Jülich steht der einzige Solarturm in Deutschland; ein Pilotkraftwerk, an dem Forscherinnen und Forscher neue Komponenten entwickeln und testen, die Solarkraftwerke effizienter und kostengünstiger machen, sowie an Herstellungsverfahren von solaren Treibstoffen arbeiten. Hier arbeitet das DLR zukünftig eng mit dem Solar-Institut Jülich der Fachhochschule Aachen zusammen. Diese Kraftwerke zeigen Möglichkeiten auf, mit denen Länder in sonnenreichen Regionen ihren wachsenden Strombedarf klimafreundlich decken können.

„Wir freuen uns über die Auszeichnung als „Ort des Fortschritts“ für unsere Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der konzentrierenden solarthermischen Kraftwerke“, sagte Prof. Ulrich Wagner, DLR-Vorstand für Energie und Verkehr. Das DLR entwickelt schon seit 30 Jahren Technologien und Verfahren, die in Solarkraftwerken zum Einsatz kommen. „Mit dem in diesem Jahr gegründeten eigenen DLR-Institut für Solarforschung werden diese Kompetenzen nun gebündelt und weiter ausgebaut. Ziel ist es, Innovationen für effizientere Kraftwerke schnell bis zur Marktreife zu entwickeln“, erklärte Wagner.

Die landesweite Initiative „Fortschritt NRW“ wurde vom Düsseldorfer Wissenschaftsministerium initiiert. Ziel ist ein breit angelegter Diskurs mit Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft über die Frage, wie auf die Anforderungen von Ökologie, Ökonomie und Sozialem zukunftsfähig reagiert werden kann.

Das Land NRW beteiligt sich in den nächsten fünf Jahren mit rund 27 Millionen Euro an dem Aufbau des neuen DLR-Instituts in Köln und Jülich. Rund 100 Mitarbeiter arbeiten am Institut für Solarforschung an Verfahren und Technologien, die mit konzentriertem Sonnenlicht Strom Brennstoffe und für Industrieprozesse nutzbare Wärme erzeugen. Am 60 Meter hohen Solarturm in Jülich bündeln über 2000 Spiegel die Strahlen der Sonne auf einen Punkt. Mit der Hitze, die an der Spitze des Turms entsteht, wird Dampf erzeugt, der eine Turbine antreibt, die wiederum einen stromerzeugenden Generator antreibt.

Quelle: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
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