Artikel vom 27.07.2011, Druckdatum 17.07.2024

IBC SOLAR AG: Photovoltaik für ländliche Gebiete Afrikas optimale Energiequelle

Die IBC SOLAR AG (Bad Staffelstein) hat zusammen mit der KAЇTO Projekt GmbH drei Schulen im Senegal mit rund 500 Solarlampen ausgerüstet. Gutscheine für deren Ladung mit Solarstrom verdienen sich die Schülerinnen und Schüler durch besondere Leistungen in ihren Klassen. Das Projekt treibt die Elektrifizierung der ländlichen Region voran und soll in der Bevölkerung das Bewusstsein für Erneuerbare Energien fördern. „Gerade für diese ländlichen Regionen ist die Photovoltaik die optimale Energiequelle“, so Udo Möhrstedt, Vorstandsvorsitzender der IBC Solar AG.

Problematisch in der Region Casamance im Süden Senegals ist die unzureichende Stromversorgung. Nur jeder dritte der rund zwölf Millionen Senegalesinnen und Senegalesen hat Zugang zum öffentlichen Stromnetz; in ländlichen Regionen ist es sogar nur jeder fünfte. Bislang mussten die Bewohnerinnen und Bewohner den benötigten Strom oftmals mit Dieselgeneratoren erzeugen, was Risiken für Mensch und Umwelt mit sich bringt.

Um die Elektrifizierung der Region voranzutreiben, haben IBC Solar und KAЇTO nun rund 500 Solarlampen bereitgestellt und Gutscheine für deren Ladung an Schulen verteilt. Bereits zwei Lampen reichen in der Regel für die Beleuchtung eines Hauses in der Casamance aus, da sich das Familienleben traditionell in einem großen Raum abspielt. 

Das Solarlampenprojekt ist die zweite Phase des gemeinsamen Projekts zwischen KAЇTO und IBC Solar. Um eine nachhaltige ländliche Energieversorgung zu erreichen, hat KAЇTO bereits 2009 so genannte Solarkioske errichtet, die mithilfe von Photovoltaik Modulen von IBC Solar umweltfreundlichen Strom erzeugen. Bislang wurden drei Kioske fertiggestellt, weitere sollen demnächst folgen. Das Prinzip ist einfach: Ein Dorfbewohner übernimmt einen der Solarkioske und bietet Nachbarn gegen Bezahlung die Möglichkeit, dort Elektrogeräte wie Mobiltelefone oder eben Lampen aufzuladen.

Ziel des Engagements ist es, innerhalb der Bevölkerung die Nutzung regenerativer Energien zu erhöhen. Daher verteilen nun Lehrer jede Woche Gutscheine an Schülerinnen und Schüler, die besondere schulische oder soziale Leistungen erbracht haben. Mit diesen Gutscheinen können die Kinder an den Solarkiosken ihre Lampen kostenlos mit umweltfreundlichem Strom laden. 

Die 15.000 Gutscheine werden an drei Ganztagsschulen mit jeweils rund 250 Schülerinnen und Schülern über ein Schuljahr hinweg verteilt. So schafft das Projekt Anreize, in die Schule zu gehen. Um den Vergabeprozess zu kontrollieren, sind die Lehrer angehalten, ihre Entscheidungen jeweils zu begründen. Die Devise: Nicht nach dem Gießkannenprinzip fördern, sondern auch fordern. Dadurch steigt die Wertschätzung für die neuen Technologien innerhalb der Bevölkerung. Mit einer vollen Batterieladung Sonnenstrom aus dem Solarkiosk leuchten die Lampen zirka sieben Stunden lang.

„Die Herausforderungen, die sich im Laufe des Projekts gestellt haben, sind vielseitig. So war es beispielsweise entscheidend, die Dorfbewohnerinnen und -bewohner vom Leistungsprinzip zu überzeugen. Gerade in diesen Gegenden dominiert der Gemeinschaftsgedanke, der für alle das gleiche Niveau vorsieht, auch wenn es sehr niedrig ist. Dementsprechend mussten wir hier erst einmal Überzeugungsarbeit leisten“, erklärt Heidi Schiller, Geschäftsführerin der KAЇTO Projekt GmbH.

„Immer noch leben weltweit rund 2,5 Milliarden Menschen ohne Strom Elektrizität ist aber die entscheidende Basis für die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes. Das Solarlampenprojekt im Senegal ist ein gutes Beispiel dafür, wie eine dezentrale Stromversorgung funktionieren kann“, erklärt Udo Möhrstedt, Gründer und Vorstandsvorsitzender der IBC Solar AG. „Der Strom wird dort verbraucht, wo er produziert wird. Gerade für diese ländlichen Regionen ist die Photovoltaik die optimale Energiequelle. Sonnenenergie steht unbegrenzt zur Verfügung, die Anlagen sind wartungsarm und versorgen so auch entlegene Regionen mit Strom “ 

Über KAЇTO:
Die KAÏTO Projekt GmbH ist Spezialist für nachhaltige Investitionen in Westafrika. Die Leistungen des Unternehmens umfassen individuelle Projektentwicklung und -Umsetzung, Beratung sowie Workshops und Vorträge. Das Angebot richtet sich an ethische Investorinnen und Investoren sowie CSR-orientierte Unternehmen, die selbst in Afrika investieren oder sich an konkreten Projekten beteiligen möchten. Alle Projekte fördern die ländliche Entwicklung und entsprechen den Kriterien der Nachhaltigkeit.

Mit seiner Tochter, der KAÏTO Energie AG, investiert das Unternehmen selbst in moderne Infrastruktur für die ländliche Elektrifizierung. Hierfür wurde ein modulares System von Solarlösungen für Haushalte, Gewerbe und Gemeinden auf Basis Erneuerbarer Energien entwickelt, die es als Energieversorger selbst betreibt. KAÏTO ist seit Juli 2008 im Senegal mit einer eigenen Tochtergesellschaft präsent. 

Quelle: IBC SOLAR AG
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