Artikel vom 03.08.2011, Druckdatum 20.10.2020

Manz AG ist Industriepartner innerhalb der „Innovationsallianz Photovoltaik“

Effizientere Solartechnologie bei sinkenden Herstellungskosten „made in Germany“ – das ist das Ziel zweier Entwicklungskooperationen der Manz AG (Reutlingen). Das erste Verbundprojekt ist Manz mit dem CIGS-Modulhersteller Würth Solar und dem Stuttgarter Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoff-Forschung (ZSW) eingegangen. Eine weitere Entwicklungskooperation ging Manz mit dem Photovoltaik Modulhersteller Schott Solar AG und dem größten Solarenergie Forschungsinstitut Europas, dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) ein.

Ziel des Projekts mit Würth Solar und dem ZSW sei es, die im Rahmen der exklusiven Know-How und Kooperationsvereinbarung mit der Würth Solar lizenzierte CIGS-Dünnschichttechnologie noch schneller weiterzuentwickeln, so Manz in einer Pressemitteilung. CIGS-Module erreichen schon heute den höchsten Wirkungsgrad aller Dünnschichttechnologien. Wie die Laborweltrekordzellen des ZSW eindrucksvoll mit 20,3 Prozent Wirkungsgrad zeigten, sei das Potenzial für die Steigerung der Wirkungsgrade in der Massenproduktion noch enorm, heißt es in der Pressemitteilung weiter. 

Die rasche Steigerung der Wirkungsgrade sowie die gleichzeitige Reduktion der Investitions- und Produktionskosten seien daher die vorrangigen Ziele des Projekts. Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von rund 12,5 Millionen Euro. Manz erhält in den kommenden vier Jahren vom Bundesumweltministerium eine Fördersumme von insgesamt 3,8 Millionen Euro.

Eine weitere Entwicklungskooperation ging Manz mit dem Photovoltaik Modulhersteller Schott Solar AG und dem größten Solarenergie Forschungsinstitut Europas, dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) ein. Im Mittelpunkt dieses vom Bundesforschungsministerium geförderten Verbundprojekts steht nach Angaben des Unternehmens die Entwicklung von Schlüsseltechnologien für die kostengünstige industrielle Massenproduktion von kristallinen Silizium-Solarzellen. 

Konkret gehe es auch hierbei um neuartige Verfahren welche dazu beitragen, den Wirkungsgrad der Solarzellen zu erhöhen, anderseits aber auch Möglichkeiten eröffnen, die Materialkosten deutlich zu reduzieren. Die Fördersumme des zweiten Verbundprojekts beträgt insgesamt 1,85 Millionen Euro bei einem Gesamtprojektvolumen von 7,7 Millionen Euro.

„Es geht um die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands in unserer Branche“, sagt Dieter Manz, Gründer und CEO der Manz AG, „und da konkurrieren wir mit starken Forschungsinitiativen nicht nur in China. Für Manz ist die Unterstützung wichtig hin zu unserem strategischen Ziel, führender Anbieter voll integrierter Produktionssysteme zu werden.“

Die Bundesregierung fördert innerhalb der im August 2010 ins Leben gerufenen „Innovationsallianz Photovoltaik“ ausgewählte Projekte der Industrie, um möglichst schnell die so genannte Grid Parity der Solarenergie zu ermöglichen, also die kostenseitige Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen Energiequellen.

Quelle: Manz AG
                                                                 News_V2