Artikel vom 25.08.2011, Druckdatum 10.07.2020

SCHOTT Solar: 20-Prozent-Marke durchbrochen

Der SCHOTT Solar AG (Mainz) ist es gelungen, die weltweit erste monokristalline Siebdruck-Solarzelle im Industrieformat 156 x 156 Millimeter mit 20,2 Prozent Wirkungsgrad herzustellen. Das Fraunhofer ISE in Freiburg hat den Wirkungsgrad im Auftrag der SCHOTT Solar AG in einer unabhängigen Messung bestätigt. Die Basis für dieses herausragende Ergebnis legte Schott Solar eigenen Angaben zufolge mit neuartigen multikristallinen Zellkonzepten, die dem Unternehmen 2010 den Modulweltrekord von 17,6 Prozent Wirkungsgrad einbrachten.

„In die Entwicklung monokristalliner Zellen sind wir dann Anfang 2011 intensiver eingestiegen. Dabei haben wir das Know-how von mehr als drei Jahren Entwicklungsarbeit bei multikristallinen Solarzellen konsequent auf monokristalline Wafer übertragen“, unterstreicht Dr. Axel Metz, Leiter Solarzellenentwicklung bei Schott Solar, die besondere Wertigkeit dieses Erfolges.

Erste Versuche zur Übertragung der dort entwickelten, fertigungsnahen Prozesse auf Czochralski-Silizium brachten die Entwickler sehr schnell auf Wirkungsgrade von deutlich über 19 Prozent, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Um den Sprung über die 20-Prozent-Marke zu schaffen, habe sich das Schott Solar Team auf die Optimierung der Zellenvorderseite fokussiert. In einer sehr fruchtbaren Zusammenarbeit mit der Schmid Group aus Freudenstadt hätten sie deren produktionstechnisch etablierte selektive Emittertechnologie mit der passivierten Rückseiten-(PERC)-Technologie von Schott Solar kombiniert. Teile der Entwicklungsarbeiten seien mit Mitteln des Bundes unterstützt worden. Ergebnis seidie weltweit erste Siebdruck-Solarzelle im Industrieformat 156 x 156 Millimeter mit 20,2 Prozent Wirkungsgrad so das Unternehmen weiter.

„Die erzielte Zellleistung von 4,92 W motiviert das ganze Team, jetzt in die eigentliche Fertigungsoptimierung einzusteigen und das Ergebnis in die Entwicklung hocheffizienter Module zu übertragen“, sagt Klaus Wangemann, Entwicklungsleiter der Schott Solar AG. Details dazu, wie die neue Zelltechnologie in ein konkretes Produkt umgesetzt wird, will Schott Solar in Kürze bekannt geben. Auf der 26. European Photovoltaic Solar Energy Conference and Exhibition (EU PVSEC) soll dies zu sehen sein. Die EU PVSEC findet vom 5. bis 9. September 2011 in Hamburg statt, der Stand von Schott Solar befindet sich in Halle B5, Stand A37. 

Quelle: SCHOTT Solar AG
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