Artikel vom 13.12.2011, Druckdatum 29.11.2020

SCHOTT Solar: Jüngste Forschungserfolge in neuer Zelle vereint

Der SCHOTT Solar AG (Mainz) ist es gelungen, mehrere ihrer jüngsten Entwicklungserfolge zu einem neuen Produkt zu kombinieren: Das Unternehmen hat mit Standard-Produktionsprozessen eine silberfreie Hocheffizienz-Solarzelle hergestellt, deren Vorderseite mit galvanisch erzeugten Metallkontakten aus Kupfer auskommt. Die Rückseite wurde hierbei mittels PERC-Technologie in Kombination mit Aluminium-Siebdruck passiviert. Mit dem neuen Zelltyp wird im Industrieformat 156 mal 156 Millimeter ein Wirkungsgrad von nahezu 20 Prozent erreicht. Dies bestätigte das Fraunhofer ISE in einer von SCHOTT Solar beauftragten Messung am 8. Dezember 2011.

Die neue Zelle kombiniert nach Angaben des Unternehmens mehrere innovative Technologien: 

Mit der Nickel-Kupfer-Galvanik auf der Vorderseite einer multikristallinen Zelle hatte Schott Solar kürzlich im Forschungsprojekt Las VeGaS einen Wirkungsgrad von 18 Prozent erzielt. Gleichzeitig zeichnet sich die neue Zelle durch das in der monokristallinen Rekordzelle angewandte Verfahren für die Rückseitenpassivierung aus: PERC (Passivated Emitter and Rear Contact). Diese Schott-Technologie zeichne sich insbesondere in Kombination mit Kupfergalvanik durch einen hohen Wirkungsgrad der Zelle und kostengünstige Produktionsprozesse aus. Bei erfolgreichem Nachweis der Langzeitstabilität könne somit künftig auf das teure Silber im Produktionsprozess verzichtet werden, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

„Die neue Zelle ist ein echter Meilenstein auf dem Weg zu mehr Leistung bei geringeren Produktionskosten“, erläutert Dr. Axel Metz, Leiter Solarzellenentwicklung bei Schott Solar. „Wir haben in den letzten Jahren an allen Ecken und Enden geforscht und gerade in den letzten Monaten tolle Erfolge erzielt. Jetzt ist es uns gelungen, diese guten Ergebnisse in einer neuen Zelle zusammenzuführen. Nun kommt es nur noch darauf an, den Nachweis der Langzeitstabilität zu erbringen.“ 

Auch hinsichtlich der Marktreife des für 2012 geplanten Hochleistungsmoduls „Schott Perform Mono“ komme man voran, so das Unternehmen. Ein mit neuester Zell- und etablierter Modultechnologie erstellter Prototyp erreichte eine unabhängig bestätigte Leistung von 289 Watt Basis ist eine neue industrietaugliche Hochleistungs-Zelltechnologie mit Wirkungsgraden im Bereich von 20 Prozent, die Schott Solar in sehr erfolgreichen Kooperationen mit der Roth & Rau AG (MAiA® PECVD-AlOx Rückseitenpassivierung) und der Schmid Group (durch selektiven Emitter optimierte Vorderseite) entwickelt hat. Mittels bewährter Modultechnologie verbaut, entstehen aus 60 solcher Zellen Module mit einer Leistung von 289 Watt peak. Der Prototyp hat Unternehmensangaben zufolge die angestrebte obere Leistungsklasse von 280 Watt bereits deutlich übertroffen. Dies bestätigten unabhängige Messungen des Fraunhofer ISE in Freiburg am 8. Dezember 2011 im Auftrag von Schott Solar. 

Quelle: SCHOTT Solar AG

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