Artikel vom 17.08.2006, Druckdatum 18.10.2024

BP Solar bedauert Vorfälle und sichert Klärung zu

Nachdem die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS) über den Fall der Überhitzung einer Anschlussdose eines BP Solar Systems und die daraufhin erfolgte Sicherheitsüberprüfung von BP Solar Modulen durch den Hersteller berichtet hatte, hat BP Solar mit einer Stellungnahme reagiert. Die Sicherheit der Kunden habe für BP Solar höchste Priorität, heißt es darin. Man entschuldige sich bei allen Beteiligten für die entstandenen Unannehmlichkeiten und arbeite mit Hochdruck daran, die Sicherheit der betroffenen Systeme wiederherzustellen.

Die Stellungnahme im Wortlaut: 

„BP Solar wurde am 7. Juli darüber informiert, dass es einen Vorfall bei einem dachintegrierten Fotovoltaik System mit sogenannten Laminaten gegeben hat. Die Anschlussdose eines solchen Systems hatte sich überhitzt und ist angeschmolzen. In diesem konkreten Fall wurde die darunter befindliche Dachlattenstruktur versengt. Aufgrund des potenziellen Risikos haben wir am selben Tag einen Systemingenieur zu dem betroffenen Kunden geschickt und die betroffene Anlage vorsorglich vom Netz getrennt. Die Sicherheit unserer Kunden hat für uns höchste Priorität. Zwischen dem 17. und 20. Juli überprüfte BP Solar diese Anlage sowie drei ähnliche Indachanlagen gemeinsam mit einem internationalen Expertenteam und einem Fachmann von einer unabhängigen Ingenieurfirma. Wir haben entschieden, dass dort, wo eine Anlage in der Nähe von entflammbaren Dachmaterialien installiert ist, eine etwaig defekte Anschlussdose ein unakzeptables Risiko für den Anlagenbetreiber darstellt. 

Am 20. Juli haben wir entschieden, alle BP Indachanlagen, die in den Jahren 2002 - 2003 mit Anschlussdosen selbiger Bauart produziert wurden, einer Sicherheitsüberprüfung zu unterziehen. Im einzelnen: 

• Wir haben von diesem Tag an unsere Distributoren und Projektpartner kontaktiert, Hintergrundinformationen geschickt und sie aufgefordert, sämtliche Indachanlagen abzuschalten.
• Indachanlagen, die vorsorglich abgeschaltet werden, dürfen nur von qualifiziertem Fachpersonal abgeschaltet werden. Achtung: Anlagenbesitzern und Kunden wird ausdrücklich geraten, unseren kostenlosen Experten-Service zu nutzen. Die Installateure sind bundesweit informiert und stehen dafür gerne zur Verfügung
• Wir werden zusammen mit externen Experten systematisch alle Endkunden kontaktieren und aufsuchen, um die Produkte und die jeweilige Anlage zu überprüfen. Anlagen, die dem Sicherheitsstandard nicht entsprechen, werden wir aufrüsten! Dazu setzen wir uns aktuell mit dem jeweiligen Installateur in Verbindung, um einen Ortstermin zur Abschaltung beim Endkunden zu vereinbaren.
• Nur wenn unsere Ingenieure eine Anlage als dauerhaft sicher ansehen, wird sie wieder ans Netz angeschlossen.
• Wir werden die Eigentümer der Anlagen für den entgangenen Energieertrag während der Dauer der Abschaltung entschädigen.
• Die Installateure werden für die von ihnen erbrachte Leistung und Unterstützung ebenfalls eine Kostenerstattung von uns erhalten. 

In den 21 Tagen, seit dem wir damit begonnen haben unsere Distributoren und Projektpartner zu benachrichtigen, wurden bereits etwa rund 90 % der möglicherweise betroffenen Produkte abgeschaltet. Wir sind zuversichtlich, die meisten der noch verbleibenden Anlagen kurzfristig ebenfalls abgeschaltet zu haben. Wir werden die noch verbliebenen Anlagen schnellstmöglichausfindig machen, bis schließlich sämtliche Anlagenbetreiber aufgeklärt sind.

Wenn ein Installateur Zweifel hat, ob eine Anlage abzuschalten ist oder nicht, lautet unsere dringende Empfehlung, sie vorsorglich abzuschalten. Sobald eine Anlage registriert ist, fassen wir mit einem Brief an die Anlagenbetreiber nach, informieren und erklären die Abwicklung der Sicherheitsüberprüfung, die Entschädigung und geben weitere wichtige Informationen auf.

Wir möchten noch einmal hervorheben, dass die Sicherheit unserer Kunden für uns höchste Priorität hat und dass wir uns bei allen Beteiligten für die entstandenen Unannehmlichkeiten entschuldigen. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Sicherheit der betroffenen Systeme wiederherzustellen.

Neben der erwähnten Abschaltung und unseren Untersuchungen werden wir die gemeinsam mit unabhängigen Fachleuten wie z.B. dem TÜV festgestellten Ergebnisse anderen Fotovoltaik Herstellern und -Verbänden mitteilen und die Industriestandards bei einer Konferenz der Photovoltaik Hersteller im September einer kritischen Überprüfung unterziehen.

Wenn ein Anlagenbetreiber oder Kunde weitere Fragen hat, sollte er die kostenlose BP Solar Telefonhotline, Montag bis Freitag, zwischen 08.00 und 18.00 Uhr unter 0800 – 272 5 272 anrufen oder seinen Installateur kontaktieren.“

Quelle: BP Solar
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