Artikel vom 02.02.2012, Druckdatum 20.09.2020

Manz gibt Update zur CIGSfab auf Photons 4. Thin Film Conference

Der Hightech-Maschinenbauer Manz (Reutlingen) hat auf der 4. Thin Film Conference der Solar-Fachzeitschrift Photon die neuesten Errungenschaften seiner integrierten Produktionslinie zur Herstellung von CIGS-Dünnschicht-Photovoltaik-Modulen, der Manz CIGSfab, präsentiert. Dazu gehören die bisher erreichten Steigerungen des Modul-Wirkungsgrads unter Bedingungen der Massenproduktion, eine Reduktion der Investitionskosten (CapEx) für die Manz CIGSfab um rund ein Fünftel und eine Senkung der Kosten für die Modulherstellung um 25 Prozent seit 2010.

„Wirkungsgrad, Investitionskosten für die Anlagen und laufende Produktionskosten – alle drei Kriterien helfen Modulherstellern, die Kosten per Watt deutlich zu senken. In der gegenwärtigen Marktphase ist Kostensenkung ein wichtiger Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg“, sagt Dieter Manz, Gründer und CEO des Unternehmens. Unter der Marke CIGSfab bietet Manz seit 2010 komplette Turn-Key-Linien, die für einen Output zwischen 43 MW bis zu über 350 MW skalierbar sind.

Marktbeobachter gehen laut Manz davon aus, dass sich der Markt für CIGS-Module in den kommenden drei Jahren verdoppeln wird. Die CIGS-Technologie, basierend auf einem Kupfer-Indium-Gallium-Selen-Halbleiter, habe das größte Potenzial zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung von allen Dünnschichttechnologien. So hat der Manz-Kooperationspartner „Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoff-Forschung (ZSW)“ in Stuttgart im Labor bereits Wirkungsgrade von über 20 Prozent erreicht. Auf der Anfang dieses Jahres vollständig von Würth Solar übernommenen CIGS-Innovationslinie hat Manz das Weltrekordmodul mit dem höchsten jemals erzielten Wirkungsgrad von 14 Prozent (15,1 Prozent Apertur) im Produktionsformat gefertigt.

Mit der CIGS-Innovationslinie wechselten neben 118 Spezialisten auch die kompletten Rechte für diese Technologie zu Manz. „Mit diesem Know-how haben wir ein absolutes Alleinstellungsmerkmal in der Photovoltaik Branche und können die technologische Entwicklung in Sachen CIGS beschleunigen“, erklärt Dieter Manz.

Das nächste Upgrade der in Schwäbisch Hall installierten CIGS-Innovationslinie von Manz werde eine von Manz Coating komplett neu entwickelte Anlage zur Ko-Verdampfung sein. Mit dieser Anlage sei ein um 50 Prozent höherer Durchsatz möglich. Bei der Weiterentwicklung der CIGSfab Turn-Key-Linien konzentriert sich Manz eigenen Angaben zufolge zudem auf die Senkung der Materialkosten. Da diese Kosten bei der Fertigung von Solarzellen und -modulen rund 50 Prozent ausmachen, sieht Manz auch beim Materialeinsatz deutliches Potenzial hin zur grid parity von Solarstrom. In seiner Technologie-Roadmap bietet Manz den Modulherstellern einen detaillierten Fahrplan für den Weg dahin.

Quelle: Manz AG
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