Artikel vom 03.07.2012, Druckdatum 19.09.2020

TÜV Rheinland zertifizert Photovoltaik-Kraftwerk der Generg Group in Portugal

Der Prüfdienstleister TÜV Rheinland hat in einem internationalen Projektteam mit Fachleuten aus Portugal, Italien und Deutschland das portugiesische Photovoltaik Kraftwerk Center Solar Ferreira do Alentejo der Generg Group unabhängig überprüft und erfolgreich zertifiziert. Die Photovoltaik Großanlage mit 21 MWp Leistung wurde nach dem umfassenden Kriterienkatalog zur Zertifizierung von Photovoltaik Großanlagen geprüft.

Die Photovoltaik Großanlage mit 21 MWp Leistung wurde nach dem umfassenden Kriterienkatalog zur Zertifizierung von Photovoltaik Großanlagen durch TÜV Rheinland geprüft. Kategorien der Prüfungen sind Sicherheit, Normenkonformität, Funktionalität und Leistung. Geprüft hat TÜV Rheinland unter anderem die Qualität der Ertragsprognose, die Plausibilität des Anlagenkonzepts, die Analyse der Eignung der Anlagenkomponenten hinsichtlich Qualität, Sicherheit, Langlebigkeit und Leistung der Anlage sowie die Qualität der Installation selbst. Am Ende stand die Anlagenabnahme. 

Im Betrieb nehmen die Fachleute von TÜV Rheinland die Ertragssicherung durch wiederkehrende Prüfungen beispielsweise anhand von Thermographie-Messungen vor. Das Zertifikat zielt darauf ab, dem Anlagenbetreiber Generg Group Sicherheit für die Umsetzung einer qualitativ hochwertigen Photovoltaikanlage auf dem Stand der Technik sowie einen rentablen, sicheren und langlebigen Betrieb zu geben.

Weltweit setzt sich der Trend zur Realisierung von Photovoltaik Großanlagen in der Multi-Megawatt-Klasse weiter fort. Nach Ansicht von Fachleuten wird diese Entwicklung durch den derzeitigen Umbruch in der Branche möglicherweise noch verstärkt. Kosten für Photovoltaik Module und damit die Systemkosten sinken. Andererseits geht der Trend zu größeren Anlagen, weil sich Investoren dadurch noch niedrigere Kosten je Kilowatt versprechen. 

Allerdings sollten Projektplaner/innen und Investor/innen mögliche Risiken nicht ausblenden. Nach den Einschätzungen der Fachleute von TÜV Rheinland zählen zu den größten Ausfallrisiken im Betrieb Planungsfehler, Installationsmängel und wetterbedingte Schäden beispielsweise durch Sturm oder hohe Schneelasten.

Eine weitere Ursache für Ertragsminderungen im Betrieb ist die Abweichung der realen Leistung von der Nennleistung Eine Leistungsmessung von Modulen, die für die geplante Anlage in Betracht kommen, vorab im Labor ist sinnvoll, um Herstellerangaben unabhängig zu überprüfen, sofern die Produkte nicht das neutrale Prüfzeichen „Power Controlled“ besitzen.

Das internationale Team von TÜV Rheinland unterstützt Investor/innen sowie Projektpartner/innen nicht nur bei der Auswahl von Komponenten und geeigneten Modulen, sondern weltweit in allen Stufen der Planung und Umsetzung von Großanlagen, so das Unternehmen in seiner Pressemitteilung. Dazu zählten derzeit demnach insbesondere Kraftwerke in der Leistungsspanne oberhalb von 500 kWp bis über 100 MWp unter anderem in Deutschland, Italien, Indien sowie zahlreichen weiteren asiatischen und europäischen Ländern. Jüngst haben die Fachleute den Zuschlag für die umfassende Begleitung von zwei Kraftwerksbauten in der Ukraine erhalten.

Wichtige Entscheidungen in der Planungsphase von Großanlagen unterstützt TÜV Rheinland mit Ertragsgutachten, Verschattungsanalysen und umfassender Standortevaluierung. Hinzu kommen anschließend Eignungsprüfung der Komponenten, Leistungskontrollen der Module, die Beurteilung des Anlagenkonzepts, Ausschreibungsunterstützung, sicherheitstechnische Anlagenabnahme, Kontrolle der technischen Spezifikation und Baubegleitung. Wesentlich im Betrieb sind ein Anlagenmonitoring mit Ertragskontrolle und regelmäßige Überprüfungen des technischen Anlagenzustands vor Ort, so der Prüfdienstleister in seiner Pressemitteilung abschließend.

Quelle: TÜV Rheinland
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