Artikel vom 16.08.2012, Druckdatum 04.03.2021

Wie kann Wachstum verantwortungsvoll und nachhaltig gestaltet werden?

„Kann Wirtschaftswachstum sozial und ökologisch nachhaltig sein?“ - das fragen die EU-Außenbeauftragte Ashton und weitere Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft beim „Salzburger Trilog“, eine Konferenz der Bertelsmann Stiftung und des österreichischen Außenministeriums. Angesichts der Finanzkrise und des Heranwachsens neuer Wirtschaftsmächte, etwa aus dem asiatischen Raum oder Lateinamerika, müssten neue Wege beschritten werden, die umweltverträglich sind und einer weiteren Spaltung der Gesellschaft entgegenwirken, so das Credo vor der Veranstaltung.

„Den Gordischen Knoten lösen“, heißt das Leitmotiv der Konferenz und weckt große Erwartungen. Die Gastgeber werden dazu am Donnerstag, 16. August 2012, in der Mozartstadt führende Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Diplomatie begrüßen. So hat die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton ebenso ihr Kommen zugesagt wie der Außenminister von Aserbaidschan, Elmar Mamedjarow, und sein Amtskollege aus Georgien, Grigol Waschadse. 

Mit Willem Kok (Niederlande), Iveta Radicova (Slowakei) und Wolfgang Schüssel, als Kuratoriumsmitglied der Stiftung, sind auch drei ehemalige Regierungschefs in Salzburg dabei. WTO-Generalsekretär Pascal Lamy wird ebenso an den Diskussionen teilnehmen wie UNIDO-Generaldirektor Kandeh K. Yumkella.

Die Bewältigung des globalen Wachstumsdilemmas gilt als eine der wichtigsten Säulen der globalen Agenda. Statt nach einem vordefinierten Konsens zu suchen, fragt der Trilog, wie unterschiedlich nationale und regionale Gemeinden die Herausforderung definieren. „Im Licht der Finanzkrise ist die Diskussion um den Wachstumsbegriff in den vergangenen Jahren vielschichtiger geworden: Es geht längst nicht mehr nur um Quantität, sondern vor allem auch um Qualität: Wir brauchen Lösungen dafür, wie Wachstum verantwortungsvoll und nachhaltig gestaltet werden kann. Hierfür müssen wir nicht nur zu punktuellen Reformen, sondern zu wirklicher Veränderung bereit sein“, so Liz Mohn, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung. 

„Für eine erfolgreiche Zukunft brauchen wir intelligentes und nachhaltiges Wachstum“, stellte der österreichische Außenminister Spindelegger im Vorfeld klar. „Dies erfordert einen zweigleisigen Ansatz von Stabilität und Wachstumsmaßnahmen, die Wiederherstellung der öffentlichen Finanzen und die Schaffung der Voraussetzungen für Wachstum und Beschäftigung”, so der Vizekanzler.

Quelle: Bertelsmann Stiftung

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