Artikel vom 16.08.2012, Druckdatum 08.08.2020

Meyer Burger Gruppe: Halbjahres-Ergebnis im Rahmen der Erwartungen

„Ein Ergebnis im Rahmen der Erwartungen“ nennt die Meyer Burger Gruppe die Zahlen des ersten Halbjahres 2012 „in einem äußerst schwierigen Marktumfeld in der Photovoltaik Branche“. Angesichts der weiterhin bestehenden Überkapazitäten auf Seiten der Zell- und Modulhersteller sei die Nachfrage vieler Kunden für neues Produktionsequipment in der Berichtsperiode entsprechend zurückhaltend geblieben. Der Nettoumsatz im ersten Halbjahr 2012 belief sich demnach auf 307,8 Millionen Schweizer Franken (Vorjahresperiode 575,0 Millionen Schweizer Franken) und auf Stufe EBITDA sei ein Gewinn von 4,6 Millionen Schweizer Franken (Vorjahresperiode 154,9 Millionen Schweizer Franken) erwirtschaftet worden.

Beim Konzernergebnis schloss die Gesellschaft erstmals in ihrer erfolgreichen Unternehmensgeschichte seit dem IPO im Jahre 2006 mit einem Verlust in einer Größenordnung von 34,2 Millionen Schweizer Franken (Vorjahresperiode Gewinn 76.6 Millionen Schweizer Franken) ab, heißt es in der entsprechenden Medienmitteilung. Die Bilanzstruktur sei mit einer Eigenkapitalquote von 54,2 Przent nach wie vor sehr solide.

Des Weiteren verfügt die Meyer Burger Gruppe eigenen Angaben zufolge über eine hohe Liquiditätsposition. Die flüssigen Mittel beliefen sich per 30. Juni 2012 auf 238,6 Millionen Schweizer Franken und zusammen mit bereits zugesicherten, unbenutzten Kreditlinien und Möglichkeiten einer Hypothekenaufnahme stünden der Meyer Burger Gruppe somit über 300 Millionen Schweizer Franken an Liquidität zur Verfügung.

Ungeachtet der derzeit anhaltenden Marktunsicherheiten ist die Meyer Burger Gruppe überzeugt davon, dass die langfristigen Perspektiven der Photovoltaik positiv bleiben. Global seien wir alle nach wie vor mit ungelösten Umweltproblemen (z.B. globale Erwärmung) wie auch mit Umweltbelastungen und –risiken durch Erdöl, Kohle oder Kernkraft konfrontiert, die weitere Initiativen zur Verwendung erneuerbarer Energien zwingend notwendig machen.

Neue Photovoltaik Märkte beispielsweise in Asien, Südamerika, im arabischen Raum und auch in Afrika würden in den kommenden Jahren auf der Nachfrageseite für hohes Wachstum sorgen und die in der Vergangenheit gewachsenen Märkte Westeuropas überflügeln, so das Unternehmen. Verschiedene langfristig ausgelegte Regierungsprogramme und –initiativen zur Förderung von Erneuerbaren Energien seien in diesem Zusammenhang positiv zu beurteilen und führten zu einem weiteren Wachstum in der Industrie. 

Zudem sei die Grid-Parität, auch als Folge der aktuell tiefen Modul- und Zellpreise, in verschiedenen wichtigen Märkten bereits erreicht worden. Die Kosten von Solarstrom würden in den kommenden Jahren durch neue Effizienz- und Technologieverbesserungen weiter sinken. All diese Gründe sprächen dafür, dass solare Energiequellen langfristig betrachtet einen bedeutenden Anteil des weltweiten Energiebedarfs effizient und umweltschonend abdecken werden.

Die kurzfristige Abschätzung über den Photovoltaik Markt bleibt nach Ansicht des Schweizer Konzerns schwierig. Nach wie vor seien Überkapazitäten bei Zell- und Modulherstellern vorhanden und eine klare Aussage, wann diese abgebaut und neue Investitionsprogramme für Produktionsequipment ausgelöst werden, sei zurzeit nicht möglich. Aufgrund der Gespräche mit ihren Kunden erwartet Meyer Burger, dass die Nachfrage für ihre Produkte und Lösungen in 2013 wieder spürbar anziehen wird.

Meyer Burger hat Unternehmensangaben zufolge in der ersten Jahreshälfte 2012 einen wesentlichen Teil des angekündigten Optimierungs- und Konzentrationsprogramm umgesetzt. Ziel des Programms sei eine nachhaltige Reduktion der jährlichen Kostenbasis um rund 20 – 30 Millionen Schweizer Franken. Ein Teil davon werde bereits im zweiten Halbjahr 2012, der volle Umfang in 2013 wirksam werden.

Für die zweite Jahreshälfte 2012 erwartet das Unternehmen eine Reduktion der Personal- und Betriebskosten, was sich positiv auf die EBITDA Marge auswirken werde. Aus heutiger Sicht bestätigt Meyer Burger ihre Zielbandbreiten für das Gesamtjahr 2012 und geht davon aus, ihre Zielsetzungen in der unteren Hälfte der Guidance (Umsatz zwischen 600 – 800 Millionen Schweizer Franken; EBITDA Marge zwischen 4 – 8 Prozent) erreichen zu können.

Detaillierte Informationen zum Halbjahresabschluss 2012 der Meyer Burger Gruppe finden Sie hier.

Quelle: Meyer Burger Technology AG

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