Artikel vom 30.08.2012, Druckdatum 21.11.2019

Oettinger: „Lieber Gott und Wetterfrosch“ entscheiden über Erneuerbare Energien

Ob sich mit Wind und Sonne Strom erzeugen lasse, „das entscheidet für Christenmenschen der liebe Gott und sonst der Wetterfrosch“, soll EU-Energiekommissar Günther Oettinger laut SPIEGEL Online auf dem Energieforum Schleswig-Holstein gesagt haben. Gleichzeitig, wenn auch etwas widersprüchlich angesichts dieser doch recht unwissenschaftlichen Auffassung von der Erneuerbare-Energien-Erzeugung – soll er bei der Energiewende „mehr Ratio“ gefordert haben.

Deutschland brauche eine Geschwindigkeitsbegrenzung beim weiteren Ausbau von Wind- und Solaranlagen, wird Oettinger von SPIEGEL Online (30.08.2012) zitiert. Auf dem Energieforum Schleswig-Holstein in Büdelsdorf bei Rendsburg vor rund 550 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft dafür plädiert haben, den weiteren Bau von Wind- und Solaranlagen zu drosseln. 

Oettinger bezweifelt laut SPIEGEL Online, inwieweit die Erneuerbaren Energien – eben angesichts ihrer Gebundenheit an den „lieben Gott“ und den „Wetterfrosch“ – Versorgungssicherheit gewährleisten könnten. Weil sich Strom noch immer nicht speichern lasse, solle der weitere Bau von Wind- und Solaranlagen gedrosselt werden, findet Oettinger. 

Der EU-Kommissar mahnte auch, dass die Energiewende sowohl innerhalb Deutschlands als auch auf europäischer Ebene deutlich stärker koordiniert werden müsse. „Da muss Ratio einkehren“, soll Oettinger laut SPIEGEL Online gesagt haben. 

Quelle: SPIEGEL Online
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