Artikel vom 25.09.2012, Druckdatum 19.09.2020

Initiative „25 % Solarstromkommune“: Punkten mit Photovoltaik

Solarstrom steht nach Ansicht der „SolarLokal“-Initiative glaubwürdig für das Motto: „Wir produzieren unseren privaten Strom selbst“ - nämlich genauso viel, wie in Deutschlands Haushalten verbraucht wird. Vor diesem Hintergrund möchte SolarLokal mit der Initiative „25 % Solarstromkommune“ zeigen, welchen Beitrag Kreise, Städte und Gemeinden mit der Photovoltaik zur Stromversorgung schon heute leisten können. Denn die Regionen und Kommunen sind ein entscheidender Teil der Energiewende.

2011 wurden fast 4 Prozent des Strombedarfs in Deutschland mit Solarstrom gedeckt. Das Potenzial des Solarstroms ist aber weit höher: Untersuchungen kommen zu dem Ergebnis, dass die Photovoltaik in der Zukunft rund 25 Prozent des bundesdeutschen Strombedarfs decken kann – dies entspricht ziemlich genau dem gesamten privaten Stromverbrauch in Deutschland. Zudem ist die Photovoltaik ein bedeutender kommunaler Wirtschaftsfaktor, der den Standort Deutschland stärkt.

Im Sommer 2011 wurden deshalb alle SolarLokal-Kommunen angeschrieben und gebeten, aktuelle Daten zum Gesamtstromverbrauch und dem Anteil des solar produzierten Stroms zu nennen. Mehr als 70 der angeschriebenen 400 Kommunen haben sich mit Zahlen zurück gemeldet. Das Ergebnis: Spitzenreiter in der Nutzung von Solarstrom ist die Gemeinde Loiching in Niederbayern (3.400 Einwohner/innen), welche bei einem Gesamtstromverbrauch von rund 14 Millionen Kilowattstunden pro Jahr über 12 Millionen Kilowattstunden solarelektrisch erzeugt hat – dies entspricht einem Anteil am Gesamtstromverbrauch von 89 Prozent!

Doch nicht nur kleine Gemeinden konnten aufgrund großer Dachflächen bei landwirtschaftlichen Betrieben oder Freiland-Solaranlagen - bei gleichzeitig niedrigem Industriestromverbrauch - gute Werte erzielen. Auch viele größere Gemeinden und Städte sind ebenfalls auf dem Weg, den Anteil des Solarstroms auszuweiten. So erreichen Ahlen in Nordrhein-Westfalen (53.000 Einwohner/innen) mehr als 3,2 Prozent Solarstromanteil, Riedstadt in Hessen 9 Prozent und Wangen im Allgäu (28.000 Einwohner/innen) 11,4 Prozent. Zwar ist bis zu den 25 Prozent Solarstromanteil auch dort noch ein Weg zurück zu legen, doch die Beispiele machen deutlich, dass das Potenzial des Solarstroms vorhanden ist und nur ausgenutzt werden muss.

Auch im Jahr 2012 wird SolarLokal die SolarLokal-Kreise und -Kommunen erneut anschreiben, um die aktuellen Zahlen nachzufragen und auszuwerten.

Quelle: SolarLokal Solarstrominitiative, Deutsche Umwelthilfe e.V.
                                                                 News_V2