Artikel vom 11.10.2012, Druckdatum 23.10.2019

Europäische Photovoltaik-Hersteller begrüßen US-Antidumping-Entscheidung

Das amerikanische Handelsministerium hat gestern die endgültige Entscheidung über die Höhe von Antidumping- und Antisubventionszöllen gegen chinesische Photovoltaik Module veröffentlicht. Milan Nitzschke, Präsident der europäischen Solarherstellerinitiative EU ProSun sagt: „Die amerikanischen Ergebnisse belegen einmal mehr das massive Dumping und die chinesische Exportsubventionierung in Milliardenhöhe. Auch die Europäische Union muss schnellstmöglich handeln.“

Die jetzt beschlossenen Antidumping- und Antisubventionszölle ergeben kombiniert für den Großteil der chinesischen Hersteller 41,2 Prozent, für den Hersteller Suntech 46,51 Prozent und Trina Solar 34,29 Prozent. Diese Zölle fallen damit noch einmal höher aus, als die im Mai verhängten vorläufigen Zöllen. Am 7. November entscheidet die Internationale Handelskommission der USA über das endgültige Inkrafttreten dieser Zölle.

Die Europäische Kommission hat auf Basis einer Handelsbeschwerde von EU ProSun am 6. September 2012 ein Antidumping-Verfahren gegen China eröffnet und wird bis Mitte November über die Eröffnung eines Antisubventionsverfahren entscheiden.

Nitzschke: „Es besteht Hoffnung, dass Chinas Monopolstreben im Solarbereich noch gestoppt werden kann. Mit gigantischen Subventionen versucht die Volksrepublik ihrem aktuellen Fünf-Jahres-Plan folgend sich europäischem und weltweitem Wettbewerb zu entledigen. Die Zölle in den USA sind ein erster Schritt, dem Einhalt zu gebieten. Der europäische Markt ist aktuell allerdings zehnmal größer als der amerikanische, daher wird die Entscheidung der EU-Kommission über vergleichbare Zölle den Ausschlag geben, ob wir wieder zu fairen Wettbewerb kommen und unseren technologischen Vorsprung und Tausende von Arbeitsplätzen in Europa erhalten können.“

Quelle: EU ProSun
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