Artikel vom 15.12.2012, Druckdatum 12.04.2021

Alte Bausparverträge: Gute Zinsen, miese Tricks

Bausparkassen versuchen mit allen Tricks, Kundinnen und Kunden aus gut verzinsten Verträgen heraus zu drängen. Die oftmals mit 4 bis 5 Prozent verzinsten Altverträge sind heute eine attraktive Geldanlage. Die Stiftung Warentest rät in der Januar-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest, diese Verträge nicht aus der Hand zu geben und erklärt, wie man die Tricks der Anbieter abwehrt.

Die sicherste Methode ist laut Finanztest, nur bis zu 85 Prozent der Bausparsumme anzusparen und weitere Einzahlungen dann zu stoppen. Dann können für das angesparte Geld noch jahrelang Zinszahlungen eingehen, ohne dass die Bausparkasse den Vertrag beenden kann. Denn erst wenn die Bausparsumme überschritten ist, haben Bausparkassen nach Ansicht von Gerichten die Möglichkeit, den Vertrag zu kündigen.

Einige Bausparkassen wie Wüstenrot versuchen, Kundinnen und Kunden deutlich früher aus dem Vertrag zu drängen. Wer nicht aufpasst, verliert nicht nur eine attraktive Geldanlage, sondern auch die Bonuszinsen und bekommt Abschlussgebühren nicht zurück.

Bei einigen Bausparkassen wie der BHW müssen Kundinnen und Kunden explizit auf ein Darlehen verzichten, um die Bonuszinsen zu erhalten. Dies ist aber nur möglich, solange die Bausparsumme noch nicht erreicht ist. BHW-Kunden müssen daher nicht nur den Kontostand im Blick haben, sondern unbedingt auch eine Verzichtserklärung abgeben.

Der ausführliche Artikel zu den Tricks der Bausparkassen erscheint in der Januar-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest (ab 12.12.2012 am Kiosk) und ist bereits unter www.test.de/thema/bausparen abrufbar. 

Quelle: Stiftung Warentest
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