Artikel vom 23.01.2013, Druckdatum 21.11.2019

Machnig: „Bundesregierung muss endlich handeln“

„Das Jahr 2013 wird ein entscheidendes Jahr für die deutsche und damit auch für die Thüringer Photovoltaik Industrie“, so Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) angesichts der Verlustmeldungen der Bosch-Solarsparte mit Sitz in Arnstadt. Die Gründe für die aktuelle Krise seien bekannt: der Dumping-Wettbewerb gerade chinesischer Produzenten, weltweite Überkapazitäten, aber auch unkalkulierbare Rahmen- und Förderbedingungen auf Seiten der Bundesregierung.

Matthias Machnig: „Die Meldungen sind besorgniserregend, sie kommen allerdings nicht überraschend. Die Solarwirtschaft steckt in der Krise. Auch ein Unternehmen wie Bosch kann sich dem nicht dauerhaft entziehen.“ Entscheidend sei jetzt, dass auf dem Solarmarkt wieder faire Handels- und Wettbewerbsbedingungen hergestellt werden. Dazu müsse das laufende Anti-Dumpingverfahren der EU-Kommission gegen die chinesische Solarbranche schnell abgeschlossen werden, so Machnig.

„Damit ist frühestens Mitte 2013 zu rechnen. Deshalb muss auch die Bundesregierung endlich handeln und Verhandlungen mit China über faire Wettbewerbsbedingungen für die Solarwirtschaft aufnehmen. Außerdem müssen so schnell wie möglich Gespräche mit den Branchenvertretern sowie mit den Vertetern der betroffenen Solarstandorte in Deutschland aufgenommen werden. Immerhin sind in Deutschland Tausende Arbeitsplätze betroffen“, appelliert Thüringens Wirtschaftsminister an die Bundesregierung.

Allerdings müssen nach Ansicht von Machnig auch die Unternehmen ihre Hausaufgaben machen. Trotz der schwierigen Situation seien höhere Investitionen in Forschung und Entwicklung notwendig, damit der Innovationsvorsprung gegenüber den Wettbewerbern wieder ausgebaut werden kann. Auch der Trend zu Systemlösungen müsse stärker genutzt werden, meint der SPD-Minister.

Quelle: Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie
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