Artikel vom 28.01.2013, Druckdatum 08.12.2019

Altmaiers Vorschläge reduzieren Energiewende auf Kostenargument

Das heute von Umweltminister Peter Altmaier vorgelegte Papier führt nach Ansicht der Windenergie-Agentur WAB die einseitige Kostendiskussion zu Lasten der Erneuerbaren Energien fort. Die Vorschläge reduzieren die Energiewende einzig und allein auf das Kostenargument. Schon der Titel des Papiers sei irreführend, da es nicht um eine Deckelung der Strompreise geht, denn der vergangene Anstieg des Haushaltsstrompreises war weitgehend vom Anstieg der EEG Umlage entkoppelt.

„Hier geht es um eine Deckelung der Erneuerbaren Energien - eine ernstgemeinte Energiewende sieht anders aus! Die Politik muss eine faire Debatte über Strompreise führen, die der Konkurrenz mit abgeschriebenen Altkraftwerken und den wahren Kosten der konventionellen Stromerzeugung Rechnung trägt“, so Ronny Meyer, Geschäftsführer der Windenergie-Agentur WAB, zu den heutigen Vorschlägen von Bundesumweltminister Peter Altmaier zur Einführung einer so genannten „Strompreissicherung“.

Meyer: „Die heute von Minister Altmaier vorgelegten Vorschläge greifen direkt die Investitionssicherheit für die Erneuerbaren Energie an. Insbesondere der flexible Zahlungsbeginn und die rückwirkende Vergütungskürzung für Bestandsanlagen zerstören das Vertrauen in eine auf Erneuerbare Energien ausgerichtete Energiepolitik. Damit verschreckt die Politik die für die Energiewende wichtigen Investorinnen und Investoren“.

Die Windenergie-Agentur WAB ist das führende Unternehmensnetzwerk für Windenergie in der Nordwest-Region und bundesweiter Ansprechpartner für die Offshore-Windenergiebranche in Deutschland. Dem Verein gehören mehr als 390 Unternehmen und Institute aus allen Bereichen der Windenergie-Industrie, der maritimen Industrie sowie der Forschung an. 

Quelle: Windenergie-Agentur WAB
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