Artikel vom 20.02.2013, Druckdatum 10.12.2019

Europa Forum Berlin diskutiert Energiewende

In der Frage, wie Energiepolitik in Europa künftig gestaltet werden soll, sind die EU-Staaten zutiefst gespalten: Atomenergie - ja oder nein? Zentrale oder dezentrale Lösungen? In der Folge fallen die Förderung Erneuerbarer Energien und der Ausbau europaweiter Energienetze höchst unterschiedlich aus. Ob diese Vielfalt in der Energiepolitik Europa stärkt oder schwächt, ist eine der Fragen, die das Europa Forum Berlin am 21. und 22. Februar 2013 stellt.

Am traditionellen „Runden Tisch“ kommen u.a. Bundesminister Peter Altmaier, die Europaparlamentarier/in Rebecca Harms und Herbert Reul, die Umweltexpert/innen Claudia Kemfert und Marc Oliver Bettzüge, die Unternehmensvertreter Leonhard Birnbaum (RWE) und Tuomo J. Hatakka (Vattenfall), internationale Stimmen wie Tim Yeo (House of Commons), Waldemar Pawlak (ehem. stellvertretender Ministerpräsident Polens) und Sunjoy Joshi (Observer Reserach Foundation) ebenso zusammen wie der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer und die lokale Elektrizitätswerkbetreiberin Ursula Sladek. 

Dass sich Deutschland mit der Frage auseinandersetzt, wie die eigene Energiepolitik in der Welt gesehen wird, ist Jürgen Chrobog, Vorstandsvorsitzender der BMW Stiftung, besonders wichtig: „Die Energiewende wurde in Deutschland unter dem Eindruck von Fukushima fast über Nacht und im Alleingang beschlossen. Europa und die Welt verfolgen jetzt mit Spannung, ob und wie wir den Wandel schaffen.“ 

Besonders im Wahljahr dominiert in Deutschland jedoch die Debatte um die sozialen und wirtschaftlichen Kosten der Energiewende. Fürchten Unternehmen angesichts steigender Energiekosten zu Recht um ihre Wettbewerbsfähigkeit? Welche Belastungen sind die privaten Verbraucherinnen und Verbraucher – Wählerinnen und Wähler – bereit zu tragen? 

Welche Energiepolitik die Wettbewerbsfähigkeit der nationalen Ökonomien im Mächtedreieck USA, Asien und Europa am nachhaltigsten sichert, dies ist eine der Schlüsselfragen des kommenden Europa Forums. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei der Entwicklung einer gemeinsamen europäischen Energiepolitik sowie den wirtschaftlichen und sozialen Kosten der deutschen Energiewende zuteil werden. 

Mehr Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

Quelle: BMW Stiftung Herbert Quandt
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